Exklusiv-Interview mit Bundestrainer Heiner Brand
„Kein einfacher Zeitpunkt“
Christian Kehl, 25.06.10, 09:08 Uhr
Ich finde den Sinn dieser Aktion äußerst fragwürdig. Weswegen muss man unter erheblichem Aufwand ein Länderspiel der ohnehin arg strapazierten Spieler in den USA organisieren, wo es ohnehin niemanden interessiert? Hintergrund der Geschichte ist doch wieder nur der Kampf um das liebe Geld, für das diverse (etwas verantwortungslos handelnde) Funktionäre die Handballer schon mit zahlreichen EM/WM- und CL-Spielen "beglücken" ohne Rücksicht auf Belastung und körperlichen Verschleiß zu nehmen. Es wundert unter diesen Eindrücken nicht, dass immer häufiger Spitzenspieler große Turniere auslassen. Es bleibt daher fraglich, ob der positive Effekt solche unnötigen Strapazen rechtfertigt! Denn was bringt mehr Geld und Sponsoring im glücklicherweise doch noch sehr überschaubaren Handballsport anderes als steigende Gehälter? Damit einhergehend erfolgt eine Aufspaltung der Liga in eine Zweiklassengesellschaft sowie eine steigende Anzahl von Vereinen mit finanziellen Problemen, da die Gehälter nicht mehr gezahlt werden können. Will man das wirklich erreichen? Man sollte gut überlegen, ob man den Handball nicht besser nachhaltig fördert, die Qualität in weniger Spielen dafür dauerhaft hoch hält statt nur auf den schnöden Mammon zu setzen.
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