WM 2013

Brand: «Jetzt geht alles wieder von vorne los»

Die deutschen Handballer haben mit dem 32:30-Vorrundensieg bei der WM gegen Titelverteidiger Frankreich Heiner Brand beeindruckt. Der Sportmanager des Deutschen Handballbundes (DHB) erwartet von der Mannschaft im Achtelfinale gegen Mazedonien am Sonntag in Barcelona erneut eine konzentrierte Leistung.

Hatten Sie so eine Leistung von der deutschen Mannschaft gegen Frankreich erwartet?

Heiner Brand: Ich hatte mir schon was ausgerechnet nach dem letzten Spiel gegen Montenegro. Da wusste ich, dass wir mit dieser Abwehr die Franzosen unter Druck setzen können. Es hat sich ja gezeigt, dass sie dann versucht haben, über Einzelleistungen zum Erfolg zu kommen. Das war aber nicht so effektiv, dass sie uns in Schwierigkeiten bringen konnten. Und vom Angriff her haben wir ihre Schwächen in der 6:0-Deckung ganz rigoros ausgenutzt. Es war ein überlegener Sieg unserer Mannschaft.

Was kann dieser Sieg für den weiteren Turnierverlauf bedeuten?

Jetzt geht alles wieder von vorne los. Dessen muss sich die Mannschaft bewusst sein. Die Spiele, die jetzt kommen, sind kein Selbstläufer, auch wenn man die Franzosen geschlagen hat. Die gleiche Einstellung und die gleiche Begeisterung müssen da sein. Dann kann man das Achtelfinale gewinnen und dann sieht man weiter.

Aber jetzt muss sich die Mannschaft doch vor keinem Team mehr im Turnier fürchten?

Man muss sich nicht fürchten, aber vor allen Respekt haben. Im internationalen Handball haben wir ja schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass wir nach guten Spielen das nächste nicht so gut gemacht haben. Das heißt also: Respekt vor jedem Gegner, auch wenn er nicht so renommiert ist wie die Franzosen.

Ist die deutsche Mannschaft jetzt Favorit für das Achtelfinale gegen Mazedonien?

Das ist sicherlich eine machbare Aufgabe, die auf uns zukommt.

Ist das kommende Spiel das psychologisch wichtigste, weil es ein K.o.-Spiel ist?

Mit solchen Gedankengängen sollte man sich gar nicht beschäftigen. Man bereitet sich auf den Gegner vor, wie spielt man gegen den Gegner, wie steht man in der Abwehr. Das ist das Entscheidende. Und dann natürlich die Begeisterung, die die Mannschaft jetzt gezeigt hat. Dann läuft so ein Spiel, ohne dass man daran denkt, dass es ein K.o.-Spiel ist.

Wie fällt Ihre Vorrundenbilanz aus?

Das Plus war, dass wir uns im Laufe des Turniers spielerisch gesteigert haben. Kämpferisch war es gut. Spielerisch und in der Abwehr gab es in den ersten Spielen Schwankungen. Da sind wir teilweise in Schwierigkeiten gekommen. Aber in den letzten beiden Spielen haben wir uns auf hohem Niveau stabilisiert und im Angriff taktisch klug gegen die Franzosen gespielt.

KOMMENTARE

Chrissy aus Kiel, 22.01.13, 17:09 Uhr
Bin auch der Meinung, daß Glandorf und Gensheimer in dieser Nationalmannschaft nicht vermißt werden müssen. mehr »
hb2007, 21.01.13, 10:23 Uhr
Einen Gemsheimer brauchen sie wirklich nicht, dann schon eher einen Gensheimer, der aufgrund seiner sportlichen mehr »
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