WM 2013
Dank Abwehrriegel: DHB-Team im Achtelfinale
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Der Fokus auf die offensiven Deckungsformen hat zur Folge, dass man besser Individualschulung, insbesondere im Abwehrverhalten, machen kann. Aus der Sicht eines Jugendlichen ist das aber nicht immer nachzuvollziehen, warum sie kein „richtiges Handball“ spielen dürfen und von daher auch unfair.
Unterm Strich sind die Spieler, wenn sie zu den Senioren kommen, jedoch etwas besser ausgebildet, als noch vor 20 Jahren.
Spezialisten wird es immer geben. Wieso sollte man das auch noch verbieten?
Hier in Bayern gibt‘s in der F- und E-Jugend nur offensive Manndeckung. Da das den Kindern nicht zu vermitteln ist, weil sie die Raumdeckung ebenso wenig kennen, diese jedoch effektiver ist, entwickelt sich in den Spielen soz. ein Ballschwarmverhalten, in welchem die Spieler hervorstechen, welche mal einen Ball rausfangen und sich dann durchprellen, während die anderen noch ihre Gegenspieler suchen. Ab und zu sieht man zielgerichtete Kombinationen. „Abwehrgrundhaltung“ ist in diesem Kontext nicht vermittelbar.
Mit der D-Jugend kommt dann der Kulturschock, weil ein Spiel auf einmal mehr nach Handball aussieht, jeder seine Position und seinen Raum mit Gegenspieler zugeteilt hat, wobei allerdings 1:5, 3:3 oder 3:2:1 gedeckt werden muss. Der Kulturschock kommt auch bei den Erwachsenen, die schlaumeiernd monieren, dass die offensive Deckungsformation nicht eingehalten würde. Dabei liegt das nicht am Ungehorsam der Kinder, sondern daran, dass die Angreifer den Raum nicht zu öffnen wissen (woher auch?), sich zur Mitte (Richtung 7-m) orientieren, wo beim Durchbruch der beste Wurfwinkel zu finden ist, wodurch die Abwehrspieler sich entsprechend nach innen und hinten mit ihren Gegenspielern bewegen.
Erst in der D-Jugend lernen die bayerischen Kids also das Abwehrverhalten unter ordentlichen Bedingungen, vorher geht‘s soz. nur darum ein bisschen Bewegung mit Ball zu machen, und den Spaßfaktor, Verzeihung: „die Vielseitigkeit“, hoch zu halten, um die Kinder für den Sport zu begeistern. Wirklich los geht es eh erst ab der C-Jugend, wenn die Jugendlichen die „Hormonumstellung“ verarbeitet haben.
So hinkt man im Großen und Ganzen den anderen leistungsmäßig etwas hinterher, macht das jedoch mit Freude und aus Überzeugung…
Doch, echt!
Im deutschen Handball hat man schon ein paar Sachen verändert. Man ist dazu übergegangen, die Regeln im Jugendspielbetrieb dergestalt zu ändern, dass man offensivere Deckungsformen vorschreibt und die Maxime „Spielerlebnis vor Spielergebnis“ propagiert. Man fördert Spieler/Spielertypen/Charaktere, welche teamfähig sind. In der Folge sortieren sich die „Egomanen“ mit zunehmendem Alter aus.
Und so sehen wir heute weniger von diesen Spielern, welche ein Spiel alleine entscheiden können, weil die Jungs im Laufe ihrer Jugendspielzeit andere Sachen gelernt haben. Und das fängt nicht in den Auswahlmannschaften an, sondern beim Kinder- bzw. Jugendhandball vor der C-Jugend (wer ab der C-Jugend erst mit Handball anfängt landet bei den Senioren ja für gewöhnlich gar nicht erst im oberen Leistungsbereich).
Ich bin mir noch nicht so ganz im Klaren, was ich von all dem halten soll, weshalb ich mich über Reaktionen freuen würde, aber ich glaub‘, man sollte schon mal drüber sprechen, ob denn konzeptionell noch alles wie gewünscht ist, oder ob man etwas anders machen sollte.
Bitte keine überheblichen Unterstellungen!!!
Die Spieler, die jetzt aktuell in Spanien aktiv sind, sind Deutsche im Sinne der rechtlichen Staatsan- und zugehörigkeit. Zu diesem Spielerkader gehören noch ein paar mehr, die halt nun mal entweder derzeit verletzt sind, in der Rekonvaleszenzphase sich befinden oder halt nun mal die zweite Garde bilden. Und dieser Kader reicht aus.
Gerade aus Deinem Mund - der doch monierte, dass hier alles nur negativ betrachtet wird und einen positiveren spirit anmahnte - derart Negatives im Hinblick auf eine "Überfremdung" der Bundesliga zu lesen stimmt mich nachdenklich. Was denn jetzt? Machst Du alles nur schlecht und kontakarierst Deinen ersten post selber? Wo ist denn Dein positives Denken in diesem Augenblick, welches Du bislang eingefordert hast?
Also glaubwürdiger wirst Du zumindest mir gegenüber in dieser Form nicht.
Lieber Rüdiger - man darf Kritik üben. Immerhin sind wir durch die - Zitat: stärkste Liga der Welt - etwas verwöhnt und anspruchsvoller. Und immerhin steht in Spanien die deutsche Nationalmannschaft und nicht der TUS Hintertupfingen auf der Platte. Gerade deshalb ist der Fokus darauf gerichtet, durch diese Nationalspieler auch richtig repräsentiert zu werden.
Unter dem Aspekt "Ziel Olympia 2020" (so Bob Hanning) sehe ich durchaus hoffnungsvolle Spieler in den deutschen Reihen. Und für 12 Trainingseinheiten vor Turniereinstieg ist das, was wir geboten bekommen unter dem Aspekt des Alters und der teilweise Unerfahrenheit einzelner bei internationalen Aktiventurnieren garnicht so schlecht. Das ausgegebene Ziel war das Erreichen des Achtelfinales .... und dieses Ziel wurde erreicht. Was will man mehr.
Lediglich Fäth, Srobel und vor allem Heinevetter wirkten wie ein Fremdkörper im gestrigen Spiel. Sobald Haaß und Christophersen eine Pause benötigen schwimmt der Laden vorne und hinten, die Einwechselungen der beidern Erstgenannten sind leider mit hohem Risiko verbunden - Kneer hat mir hier etwas besser gefallen.
Ein Schlag ins Gesicht von Carsten Lichtlein dürfte allerdings die Aufstellung im Tor gewesen sein. Bei Herrn Heuberger gelten wohl die Gesetze des Teamsports nicht bei allen gleichermaßen.
Wie kann es sonst sein, dass Heinevetter nach diesen desolaten Spielen 60 Minuten spielt ? Statt einem Lichtlein der eine bislang eine überzeugende WM gespielt hat den Rücken zu stärken, beschäftigt sich der Coach mit Heine in der Hoffnung, irgendwann mal wieder ein aus seinem "persöhnlichen Leistungstief" zu kommen - das hat bei Pommes Hens im letzten Turnier auch nicht funktioniert.
Nur mal so nebenbei: Ich habe gestern im Turnier einen Torwart gesehen der im Sinne seiner Mannschaft aus eigener Initiative seinen Wechsel vorgeschlagen hat - wenn der Trainer schon nicht reagiert !
Schaun mer mal wie`s weiter geht
Die Berichterstattung hier über dieses Spiel lässt einen schmunzeln oder nur den Kopf schütteln. Wer glaubt ernsthaft an einen Sieg gegen Frankreich?
Jetzt noch einmal zurück zum Spiel: Für mich stand oder lag Heinevetter 50 min. im Tor wie ein ausgelaugter, demotivierter "Teppichvorleger". Ich hab mir seine Reaktionen genau angeschaut u. musste mich fragen, warum er fast immer in die falsche Ecke lief u. bei fast jedem Wurf auf dem Boden lag. Warum macht er sich nicht groß im Kasten u. wartet die Schüsse ab, anstatt vorher zu spekulieren und fast immer die falsche Wahl zu treffen?
In den letzten 10 min. hatte er dann besser ausgesehen u. einen hunderprozentigen Wurf vom Kreis entschärft. Die vorherigen schwachen Minuten konnte er aus meiner Sicht jedoch nicht vergessen machen; anscheinend aber für Heuberger.
Jetzt folgt Frankreich u. da wollen wir mal sehen, wie sich unser Team gegen den Favoriten verkauft. Dass Deutschland als Sieger das Spielfeld verlässt, kann ich mir nicht vorstellen. Sollte es dennoch passieren, hat wahrscheinlich irgendjemand den Franzosen ein Schlafmittel eingeflöst.
Wie kann eine Seite, die sich mit ausschließlich mit Handball beschäftigt, so etwas schreiben? Bei Punktgleichheit zählt als erstes Kriterium der direkte Vergleich; wenn Deutschland also gewinnt, sind sie Gruppenerster.