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Champions-League-Auslosung

Barcelonas Enric Masip freut sich auf den THW Kiel

Schlimmer hätte es für Titelverteidiger THW Kiel bei der Auslosung der Gruppenphase für die Champions- League nicht kommen können.

In Gruppe A trifft der deutsche Rekordmeister in der Final-Neuauflage auf den FC Barcelona, Sloweniens Titelträger Pivovarna Celje mit Kiels Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic, Chambery HB aus Frankreich und Polens Meister Vive Kielce. Zudem kommt der Sieger aus dem Wildcard-Turnier mit den Rhein-Neckar Löwen, Ademar Leon (Spanien), Bjerringbro-Silkeborg (Dänemark) und Gorenje Velenje (Slowenien). «Das ist die Hammergruppe mit dem Champions-League-Sieger und dem Finalgegner», sagte Kiels Manager Uli Derad am Rande der Auslosung in Wien.

«Das ist die stärkste Gruppe. Aber es hilft alles nichts, auch wenn wir gern einmal leichtere Gegner haben würden», meinte Derad. Bereits im Vorjahr traf man in der Gruppenphase auf die Katalanen, gewann in Spanien, verlor zu Hause - und wurde trotzdem Gruppenerster. «Die Gruppe ist unglaublich ausgeglichen», meinte Derad. «Wieder auf Kiel zu treffen, ist sehr aufregend», sagte Barcelonas Enric Masip: «Im Finale haben wir 50 Minuten gut gespielt und in 10 Minuten verloren. Wir sind gut genug, Gruppenerster zu werden, aber die anderen Teams sind auch stark.»

Leichtere Lose haben die anderen Bundesligisten erhalten. Der HSV Hamburg bekommt es in Gruppe B mit MKB Veszprem (Ungarn), HB Montpellier (Frankreich), Kolding IF (Dänemark), IK Sävehof (Schweden) und dem Sieger des Qualifikations-Turniers mit Drammen HK (Norwegen), Besiktas Istanbul (Türkei), A1 Bregenz (Österreich) und Tatran Presov (Slowakei) zu tun. «Wir sind sehr zufrieden, unseren Fans einmal andere Mannschaften präsentieren zu können», sagte HSV- Sportchef Christian Fitzek. «Veszprem und Montpellier sind zwei Riesenbrocken und wir freuen uns auf den weltbesten Handballer Nikola Karabatic.» Der ehemalige Kieler in Diensten von Montpellier wird das Zuschauerinteresse anheizen. Zu den skandinavischen Kontrahenten sind die Reisewege für die Hamburger kurz.

In der Gruppe D spielt die SG Flensburg-Handewitt um den Einzug ins Achtelfinale gegen Ciudad Real (Spanien), Croatia Zagreb (Kroatien), St. Petersburg HC (Russland), Bosna Sarajevo (Bosnien) und HCM Constanta (Rumänien). «Wir haben eine sehr interessante Gruppe. Mit Ciudad Real ist die Mannschaft dabei, die den europäischen Handball sportlich dominiert hat. Zagreb ist unser Traditionsgegner. Wir haben gute Möglichkeiten, weiterzukommen», sagte Flensburgs Geschäftsführer Holger Kaiser.

Die Gruppenspiele finden zwischen dem 22. September 2010 und dem 6. März 2011 statt. In den Wildcard- und Qualifikations-Turnieren werden die Sieger vom 3. bis 5. September ermittelt. Vor allem die Rhein-Neckar Löwen wünschen sich, über die Hoffnungsrunde in die «Königsklasse» zu kommen, auch wenn sie dann in der Kieler Hammergruppe auflaufen müssten. «Unser Anspruch ist es, in der Champions League vertreten zu sein», sagte Löwen-Manager Thorsten Storm und fügte an: «Aber noch sind wir nicht qualifiziert. Das wird nämlich kein Selbstläufer.»