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Das Tauziehen um Krzysztof Lijewski geht in die nächste Runde

An ihm hatte es nicht gelegen. Zumindest nicht ausschließlich. Krzysztof Lijewski hatte nach seiner Muskelreizung in der Schulter, die ihn auch nach dem Pokalfinale wieder zurückwarf, in Ciudad Real sein Comeback gegeben. In der 15. Minute hatte Martin Schwalb ihn schon auf die Platte geschickt. "Zloty" sollte das drohende Unheil abzuwenden helfen. Das aber hätte am Sonntag wohl kein Spieler dieser Welt allein geschafft.

Zwar hatte der jüngere der Lijewski-Brüder direkt nach seiner Einwechslung die beiden einzigen HSV-Treffer in zehn Minuten Spielzeit geworfen, danach aber reihte auch er sich vermehrt in die Hamburger Fehlerketten ein. Auf das Interesse der Konkurrenz an dem Linskhänder dürfte seine Leistung aber nur unwesentlichen Einfluss gehabt haben.

Der 26-Jährige, dessen Vertrag in Hamburg nach der Saison 2010/2011 ausläuft, soll vor allem bei den Rhein-Neckar Löwen ganz oben auf der Wunschliste stehen. Die Löwen sollen dem Polen 400.000 Euro Jahresgage netto bieten, wenn er einen Kontrakt bis 2014 unterzeichnet. Hinzu käme ein Bonus von 50.000 Euro für die Vertragsunterschrift. Macht insgesamt 1,25 Millionen Euro für "Zloty". Eine Summe, die selbst der THW Kiel wohl nicht mitgehen wollte. Auch die "Zebras" hatten um Lijewski mitgeboten, sollen ihm aber ein Ultimatum bis zum 30. April für eine Entscheidung gesetzt haben. Diese sei unbeantwortet abgelaufen, heißt es.

Es scheint also auf einen Zweikampf zwischen den Löwen und dem HSV zuzulaufen. In Hamburg geben sie sich trotz der aufgerufenen Summen weiter optimistisch, den Rückraum-Star zu halten. "Ich kann nicht beeinflussen und weiß auch nicht, was andere Vereine ihm bieten", sagt Sportchef Christian Fitzek. "Für uns gibt es aber keine neuen Signale." Die letzten, die Berater Dr. Marius Czok ausgesendet hatte, ließen Club-Boss Andreas Rudolph versichern, dass Krzysztof Lijewski "bei uns bleiben wird". Auch Trainer Martin Schwalb hatte sich derart geäußert und darauf verwiesen, dass die sportliche Perspektive für den HSV spreche. hsv hamburg