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Der Gewinner-Typ

Nun hat Thierry Omeyer Gewissheit: Nicolas Sarkozy kennt sich aus. "Er wusste, dass ich der Torwart bin", sagt die Nummer eins des THW Kiel, der kürzlich von Frankreichs Staatspräsidenten in den Élysée-Palast nach Paris eingeladen worden war.

Sarkozy speiste in kleiner Runde mit jenen, die Historisches geleistet hatte. Nach Olympia-Gold 2008 und dem WM-Titel 2009 hatte das Team um die Kieler Thierry Omeyer und Daniel Narcisse auch bei der EM in Österreich die Goldmedaille gewonnen.

Eingeladen hatten Sarkozy und seine Gattin Carla Bruni, doch die schöne Italienerin fehlte. "Wahrscheinlich durfte sie nicht mitkommen, weil wir so viele hübsche Männer im Team haben", sagt Omeyer und lacht. Sie hätten die Hoffnung nicht aufgegeben, Bruni zu treffen, schließlich sei ihre Erfolgsgeschichte noch nicht abgeschlossen. "Warum sollten wir dieses Triple nicht wiederholen?", meint Omeyer, der auch deshalb zum Welthandballer gekürt wurde, weil er nur eine Blickrichtung kennt - nach vorne. "Ich habe meinen Zenit noch nicht erreicht."

Die, die ihm den Erfolg neiden, sagen, dass er ein schlechter Verlierer sei. Dem widerspricht der 33-Jährige nicht. Verlieren konnte er schon als kleiner Junge nicht, und auch heute kann er sich mächtig ärgern, wenn er beim Trainings-Kick zu denen gehört, die nicht gesiegt haben. "Ein schlechter Verlierer ist aber noch lange kein Gewinner", sagt Omeyer und verrät, warum er einer geworden ist. Geprägt hat den in Mülhausen geborenen Spross einer Handballerfamilie das erste Jahr bei Montpellier HB. Am letzten Spieltag mussten sein Team beim designierten Meister Chambery HB zusehen, wie der Gegner geehrt wurde. "Das wollte ich nicht noch einmal erleben", sagt Omeyer, der seinen 29 Titeln noch weitere folgen lassen will. thw kiel