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Der Siegeswillen imponiert

Die Verantwortlichen der Rhein-Neckar Löwen sprechen immer wieder von einer Entwicklung, die sie voranbringen und besser machen soll. Der Sieg in der Liga gegen den THW Kiel soll ein Meilenstein auf dem Weg an die Spitze sein. In der Champions League drei Tage später gegen den RK Celje bewiesen die Badener, dass sie auch enge Spiele in der Schlussphase für sich entscheiden und durch harte Arbeit das nötige Glück auf ihre Seite ziehen können. Glanzvoll war der 33:32-Sieg gegen den slowenischen Titelträger nicht, aber wichtig und hart erkämpft.

Mehr als eine Halbzeit lang taten sich die Schützlinge von Gudmundur Gudmundsson gegen die starke erste Sieben der Slowenen sehr schwer. Vor allem gelang es nicht, die Kreise vom spieltaktisch mitunter genialen Spielmacher Uros Zorman einzuengen. Der trat als Torschütze selbst zwar kaum in Erscheinung, riss mit seiner Schnelligkeit aber immer wieder Lücken in die Löwen-Abwehr, die seine Mitspieler im Rückraum oder am Kreis zu Toren nutzten.

Trotz hoher Fehlerquote mühten sich die Löwen nach der Pause und einem zwischenzeitlichen 15:19 (35.), die Begegnung zu drehen und hatten das neun Minuten vor dem Ende eigentlich schon geschafft (29:26), ehe erneute Fehler Celje die neuerliche Führung knapp zwei Minuten vor dem Ende ermöglichten. Das nötige Fortune und Torhüter Slawomir Szmal, der in den letzten Minuten unglaubliche Paraden zeigte und insgesamt 19 Bälle abwehrte, führten die Badener doch noch auf die Siegerstraße. "Heute hatten wir Glück, keine Frage. Aber das haben wir uns auch verdient", sagte Gudmundsson. Unter dem Strich zählte für den Isländer allein das Ergebnis, einen handballerischen Leckerbissen hatte der Löwen-Coach ohnehin nicht erwartet. "Dass meine Mannschaft nach dem Spiel gegen Kiel müde sein würde, war mir klar", sagte der Trainer, dem der Siegeswillen seiner Truppe imponiert hatte.