SG Flensburg-Handewitt - Flensburg hält gegen Ciudad Real lange mit - "Die Differenz ist zu hoch" - Handball - Handball-M CL - Artikel - Handballwoche
Flensburg hält gegen Ciudad Real lange mit

"Die Differenz ist zu hoch"

Das blanke Resultat war ernüchternd, und dennoch konnten die Flensburger mit dem Auftakt in die diesjährige Champions League-Saison leben.

«Die Differenz war zu hoch, aber mit der Leistung können wir zufrieden sein», resümierte Holger Kaiser, der Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, die 19:27 (9:7)- Auswärtsniederlage beim Topfavoriten BM Ciudad Real. Die Flensburger stellten in den ersten 30 Minuten, als SG-Torwart Dan Beutler nur sieben Tore kassierte, eine hochklassige Abwehr auf das Parkett der Quichote-Arena.

Bis zur 54. Minute (18:20) war die Partie völlig offen. «Aber zum Ende hin haben uns die Spanier dann mit ihrem schnellen Spiel überrollt», sagte Kaiser. Die starke Leistung beim dreimaligen Champions League-Sieger nährt die Hoffnungen der Flensburger auf ein gutes Abschneiden in der europäischen Königsklasse. «Der zweite Platz hinter Ciudad Real wäre optimal, aber darum werden wir uns mit Zagreb streiten», prophezeit Kaiser.

Erst am Wochenende starten die drei weiteren deutschen Starter in den wichtigsten Clubwettbewerb, der zunehmend lukrativer wird: Nach Angaben des Veranstalters Europäische Handball-Föderation (EHF) werden die Prämien für die Vereine so hoch wie nie ausfallen, da der dänische Baukonzern Velux als Titelsponsor eingestiegen ist.

Titelverteidiger THW Kiel, der im Vorjahr rund eine halbe Million Euro in der Champions League kassierte, trifft in seinem Auftaktspiel am 25. September auf Chambery Savoie, den vermeintlich leichtesten Gegner der Gruppe A. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason dürfte alles daran setzen, den Eindruck der Bundesliga-Niederlage bei den Füchsen Berlin (23:26) zu verwischen. THW-Rückraumstar Filip Jicha gibt sich sehr selbstbewusst. Die vier Finalteilnahmen in Folge der «Zebras» sprächen für sich, betont der Torschützenkönig der Vorsaison.

Auch die Rhein Neckar-Löwen, die den Umweg über ein Wildcard- Turnier nehmen mussten, streben die Teilnahme am Final Four-Turnier Ende Mai 2011 in Köln an. In einem weiteren Spiel der Hammergruppe A tritt die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren, die im Vorjahr im Viertelfinale an Kiel scheiterte, beim Vorjahresfinalisten FC Barcelona einen schweren Gang an. Manager Thorsten Storm meint: «Wir kämpfen um Platz drei. Aber natürlich wollen wir auch in Barcelona gewinnen.«

Mit der Gruppe B bekam der HSV Handball das vermeintlich leichteste Los aller deutschen Teilnehmer. Bereits am 26. September können die Hanseaten beim französischen Meister Montpellier den Grundstein für den angestrebten Gruppensieg legen. Der nominell schwerste Gruppengegner gilt indes als ausgesprochen heimstark und kann auf die Ex-Kieler Nikola Karabatic und Vid Kavticnik zurückgreifen.