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VELUX EHF Champions League

Die Löwen beißen sich durch

Premiere in der VELUX EHF Champions-League: Erstmals spielen der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen beim Endrunden-Turnier der besten vier Teams um den Titel in der Königsklasse.

Bundesliga-Spitzenreiter Hamburg erreichte das «Final4» Ende Mai in Köln durch ein 37:37 (14:19) bei Medwedi Tschechow, nachdem die Hanseaten das Viertelfinal-Hinspiel gegen Russlands Serienmeister mit 38:24 gewonnen hatten. Anschließend kämpften sich die Löwen dank einer überragenden zweiten Halbzeit durch einen 35:26 (15:17)-Sieg gegen Montpellier HB ins Halbfinale. Das Hinspiel hatten die Mannheimer in eigener Halle noch mit 27:29 verloren.

Die Löwen gehören damit zum zweiten Mal nach 2009 zu den besten vier Clubs in Europa. Im Hexenkessel der neuen «Arena Montpellier» liefen sie zunächst aber ständig einem Zwei- oder Drei-Tore-Rückstand hinterher. Der vom ehemaligen Kieler Nikola Karabatic angetriebene Champions-League- Sieger von 2003 war im ersten Durchgang zu stark, um sich von den Gästen in Bedrängnis bringen oder nervös machen zu lassen.

«Das war die beste Abwehrleistung in meiner Amtszeit», lobte Trainer Gudmundur Gudmundsson. Nationalspieler Uwe Gensheimer ergänzte: «Wir haben klasse dagegengehalten, uns nicht verrückt machen lassen und unsere Chancen eiskalt genutzt. Damit haben wir Montpellier den Zahn gezogen.»

Neue Hoffnung bekamen die Löwen erst zu Beginn ihrer starken zweiten Hälfte, als sie aus einem 15:17-Rückstand eine 18:17-Führung machten. Hinten sorgte der überragende Torwart Slawomir Szmal nun dafür, dass die Badener in Front blieben. Vorne arbeiteten sie sich in der 43. Minute erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung heraus (24:21).

Während die Löwen in der Folgezeit konzentriert weiterspielten und ihre Führung stetig ausbauten, verloren die Franzosen völlig die Linie und lebten fast nur noch von Einzelleistungen von Karabatic. Der Tabellendritte der Bundesliga feierte damit bereits den dritten spektakulären Auswärtssieg dieser Champions-League-Saison nach dem 31:30 beim FC Barcelona und dem 31:28 bei Croatia Zagreb.

Für die Hamburger traf Domagoj Duvnjak (8) am sichersten. Für Medvedi Tschechow erzielten Siarhei Harbok (8) und Dimitri Kovalev (8/4) die meisten Treffer. Von der Dominanz der Hamburger wie im Hinspiel war jedoch erst einmal nichts zu sehen. Angesichts des klaren Erfolges im ersten Duell schienen die Hanseaten auf Schonung bedacht. Das nutzten die Gastgeber vor nur etwa 1500 Zuschauern in der Olympia-Halle und zogen bis zu 22. Minute auf 15:7 davon. Vor allem gegen Siarhei Harbok fand die HSV-Abwehr in dieser Phase der Partie kaum ein Mittel.

«Für uns war das Ergebnis aus dem Hinspiel schon ein ungewohntes, vielleicht haben wir uns daher ein wenig zu sicher gefühlt», gab Trainer Martin Schwalb nach der Partie zu. «In der ersten Hälfte haben wir es jedenfalls nicht wirklich gut gemacht. Medwedi hat sehr viel Druck aufgebaut und uns damit Probleme bereitet», ergänzte der HSV-Coach selbstkritisch.

Wenigstens gelang es dem Bundesligisten dann in der Schlussphase, den Rückstand leicht zu verkürzen. Die Hoffnungen Medvedis, das Aus doch noch zu verhindern, erhielten dann aber zu Beginn der zweiten Hälfte einen Dämpfer. Der HSV agierte nun konsequenter und kam bis zur 34. Minute auf 19:21 heran. Nationalspieler Pascal Hens sorgte in der 45. Minute dann mit einem Dreher für das zwischenzeitliche 28:28 und entspannte Gesichter auf der HSV-Bank.

Am Ende waren die Russen nur noch darauf bedacht, sich wenigstens mit einem Erfolg aus dem Wettbewerb zu verabschieden. Selbst das ließ der HSV Hamburg nicht zu.

 

KOMMENTARE

Christian Kehl, 02.05.11, 09:29 Uhr
Respekt und Glückwunsch an die Löwen! Das Final4 haben sie sich mit dieser Leistung redlich verdient! Eine nahezu mehr »
Helmut, 02.05.11, 08:59 Uhr
Das hätte wohl keiner mehr geglaubt das die Läwen zurückkommen. Ein Super Spiel und schade das der Mann mit der mehr »
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