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Die Löwen drehen nach der Pause auf

Eine starke zweite Halbzeit sicherte den Rhein-Neckar Löwen den Sieg in Chambéry. Beim französischen Vizemeister der vergangenen Spielzeit waren erneut Uwe Gensheimer, Karol Bielecki und Sławomir Szmal die entscheidenden Figuren beim badischen Bundesligisten. "Wegen des harten Spielprogramms sind wir etwas müde, aber wir haben die Partie trotzdem kontrolliert", zeigte sich Ola Lindgren nach Spielschluss zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. Die ziehen jetzt sicher als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein und bekommen es somit in der ersten K.o-Runde mit einem Dritten einer Parallelgruppe zu tun.

In Chambéry kamen die Löwen sehr gut in die Partie und führten nach elf Minuten mit 7:3, weil Henning Fritz im Tor starke Paraden zeigte. Anschließend konnte der Keeper wie seine Kollegen das Niveau aber nicht mehr halten, so dass die Franzosen nach einer Auszeit zurück in die Partie fanden. Nach 24 Minuten lagen sie mit 11:10 erstmals in Führung und verteidigten den knappen Vorsprung bis in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel waren es aber wieder die Badener, die besser starteten und nach 39 Minuten neuerlich eine Vier-Tore-Führung herausgeschossen hatten (19:15). Im Hinspiel hatten die Franzosen den Löwen nach einem zeitweiligen Acht-Tore-Rückstand noch ein 31:31 abgetrotzt, nun wurde es nur noch einmal eng: Beim 20:21 (54.) rückte Chambéry den Löwen bis auf einen Treffer auf die Pelle, aber der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Drei Tore in Folge bedeuteten die Vorentscheidung zugunsten der Schützlinge von Coach Lindgren.

In der Endphase hatten die Rhein-Neckar Löwen mehr zuzusetzen und konnten sich im Tor auf Szmal verlassen, der zwischenzeitlich für Fritz gekommen war. Gensheimer (9/2) und Bielecki (7) bildeten eine treffsichere linke Seite, die den sechsten Erfolg in der laufenden Champions-League-Saison perfekt machte. "Nach der Pause konnten wir uns schnell absetzen, so stand am Ende ein ungefährdeter Sieg", analysierte Gensheimer.