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Ein Donnerwetter von Schwalb

Der HSV Hamburg hat den zweiten Platz in der Champions-League-Gruppe fast perfekt gemacht. Gegen den FCK Handbold gewann das Schwalb-Team nach Problemen im ersten Durchgang am Ende deutlich mit 33:25 (14:15).

Vor 3742 Zuschauern in der Sporthalle Alsterdorf fand der Bundesliga-Tabellenführer nur mühsam in die Partie. "Da haben wir die Zweikämpfe nicht richtig angenommen und vorne viel zu statisch gespielt. Im Angriff war immer nur ein Spieler in Bewegung, der Rest hat zugeguckt und ihm alles Gute gewünscht", kritisierte Trainer Martin Schwalb. All das war in der zweiten Halbzeit anders. "Zu Recht gab es in der Pause ein Donnerwetter vom Trainer", verriet "Matti" Flohr. Fortan wurde hinten richtig zugepackt, das Kombinationsspiel lief deutlich besser und eine ganz andere Körpersprache und Aggressivität zeichneten die Hamburger jetzt aus. Ab der 40. Minute (19:19) kam der HSV-Express dann richtig ins Rollen, zwischen der 48. Minute (24:22) und 52. Minute (29:22) verging den Dänen Hören und Sehen.

Zuvorderst traten dabei zwei Profis des Gastgebers in Erscheinung. Einmal eben dieser Flohr, bei dem man das Gefühl hatte, er könnte jede Sekunde vor Energie platzen. Der Linksaußen sprang sogar erfolgreich als Siebenmeterschütze für Hans Lindberg ein, nachdem der zweimal vergab. Und dann war da noch Per Sandström. Der Schwede parierte in 55 Minuten Spielzeit 21 Würfe, eine Quote von 48 Prozent. Zur Halbzeit löste ihn "Jogi" Bitter ab, in der 35. Minute kam Sandström für einen Siebenemeter rein, parierte ihn und blieb auf Anweisung von Schwalb für den Rest der Partie im Kasten. "Pelle" ist seit Wochen schlicht in Weltklasse-Form.