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Eine neue Mannschaft entsteht

Der Respekt vor dem Team von BM Valladolid war rund um Mannheim vor dem Rückspiel trotz des 30:29-Sieges in Kastilien spürbar. Gerade auswärts sei die drittbeste Mannschaft der Liga Asobal stark, hieß es aus Expertenkreisen. Umso überraschender war dann jedoch, wie chancenlos die Iberer in den ersten 20 Minuten waren, als ihnen die Löwen mit ihrer Aggressivität und dem Siegeswillen den Schneid abkauften. "Wir hatten keine Mittel", räumte Tomas Svensson ein. Der 42 Jahre alte Torhüter war in der ersten Hälfte der beste Akteur in seiner Mannschaft, musste aber dennoch 21 Gegentreffer hinnehmen, weil immer wieder deutsche Angreifer völlig frei vor ihm auftauchten.

Die große individuelle Qualität von Raúl Entrerríos oder Óscar Perales war beeindruckend und sorgte in der zweiten Halbzeit dafür, dass die Begegnung ausgeglichen war - in der Anfangsphase konnte aber niemand Akzente setzen. Perales, im Hinspiel eine Woche zuvor gesperrt, war mit sechs Toren bester Torschütze von Valladolid, doch er zeigte seine Stärken erst, als die Partie schon gelaufen war. Der amtierende Europapokalsieger der Pokalsieger musste im Achtelfinale der Champions League seine Unterlegenheit anerkennen.

Juan Carlos Pastor, seit 1995 Trainer in Valladolid, verlor in den zurückliegenden Jahren viele starke Akteure an zahlungskräftigere Clubs und ist gerade dabei, ein Team aufzubauen, dass vielleicht noch einmal unter die letzten Vier in der Königsklasse kommen kann. Für Pastor gilt deshalb die Konzentration nun der Liga Asobal. Dort wollen die Kastilier den dritten Platz verteidigen, den sie augenblicklich belegen, um auch im nächsten Jahr im europäischen Konzert der Großen mitspielen zu können. Der ehrgeizige BM-Coach will dann zeigen, dass seine Mannschaft wettbewerbsfähiger geworden ist. BM CAI VAlladolid