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Champions League

Galavorstellungen von Kiel und Hamburg

Tempo-Handball wie in besten Zeiten: Der deutsche Meister THW Kiel hat in der Champions League den dänischen Meister Kolding IF mit 38:23 (20:10) überrannt und dabei vor allem in der ersten Halbzeit eine Gala abgeliefert. Mit „La Ola“ und Lobeslieder feierten die 10 250 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena ihre Mannschaft. „Heute haben alle ihre Leistung gebracht: super Abwehr, super Torhüter in beiden Halbzeiten und ein starker Angriff“, schwärmte THW-Trainer Alfred Gislason.
  Der vom ehemaligen schwedischen Nationaltrainer Ingemar Linnell trainierte dänische Meister fand kein Mittel gegen den Angriffswirbel von Christian Zeitz, Dominik Klein und Christian Sprenger. Mit personell veränderter Besetzung bestimmte der THW auch nach dem Seitenwechsel die einseitige Begegnung. Mit seinen 19 Jahren führte der Isländer Aron Palmarsson beeindruckend Regie beim THW. „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und unser Angriffsspiel nicht so durchgezogen, wie wir es wollten. Die Kieler sind dann ganz einfach zu stark“, sagte Koldings Co-Trainer Flemming Pedersen resigniert.
  Die zwischenzeitliche Schwächeperiode des THW scheint überwunden. „Nach einer sehr schweren Phase haben wir die letzten Wochen immer besser und besser gespielt, die Mannschaft hat überragend gearbeitet. Deshalb freue ich mich für sie, dass sie so gut spielen konnte“, sagte Trainer Gislason. Auch Torhüter Andreas Palicka atmete erleichtert auf: „Wir haben eine sehr schwierige Periode hinter uns.“
  Im Kampf um den Gruppensieg hoffen die Schleswig-Holsteiner am letzten Spieltag auf Schützenhilfe von Kolding IF, die Barcelona empfangen. „Zu Hause haben wir eine reelle Chance, sie zu schlagen“, sagte Linnell, dessen Team auch dem THW bereits einen Zähler abnahm (31:31). Kiel erwartet im abschließenden Gruppenspiel am 7. März (15.45 Uhr) den mazedonischen Vertreter HC Vardar PRO Skopje.
Bei seinem letzten Heimspiel in der Gruppenphase der EHF Champions League gewinnt der HSV Handball mit 33:25 (14:15) gegen den FCK Handbold. Mit nun 14:4 Punkten festigt das Team von Martin Schwalb seinen zweiten Platz in der Gruppe C hinter BM Ciudad Real, die derzeit dem mit 12:4 Punkten auf Tabellenplatz drei stehenden HC Croatia Zagreb gegenüberstehen. 3.742 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg bekamen zunächst eine ausgeglichen Partie zwischen dem HSV und hochmotivierten Kopenhagenern zu sehen, bei der in die Hamburger in der zweiten Hälfte ihren Vorsprung Stück für Stück ausbauen konnten. Am Ende gewinnt die Hamburger eine unterhaltsame Partie mit 33:25 (14:15). Bester Werfer des Spiels wurde Matthias Flohr mit sechs Treffern.