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Gentzel ein ganz starker Rückhalt

Der THW Kiel hat in der Champions League seine Chance auf den Gruppensieg gewahrt. Der deutsche Handball- Rekordmeister gewann am Sonntag mit 35:30 (18:17) beim spanischen Vertreter Real Ademar León. Matchwinner beim THW waren der überragende Torhüter Peter Gentzel sowie Filip Jicha und Momir Ilic, die jeweils neun Treffer erzielten.

Mit dem Erfolg bleiben die Norddeutschen (13:3 Punkte) hinter dem FC Barcelona (14:2) auf dem zweiten Rang in der Vorrundengruppe D. Dritter ist der dänische Meister KIF Kolding (10:6).

"Das war ein extrem wichtiges Spiel", sagte THW-Trainer Alfred Gislason. Während der Isländer letztlich auf das vorzeitige Comeback von Europameister Daniel Narcisse verzichtete, konnte sein Gegenüber Jordi Ribera aus dem Vollen schöpfen.Vor 5500 Zuschauern im fast ausverkauften Sportpalast Palacio Municipal de los Deportes de León fand der Bundesliga-Zweite mühelos in die Partie. Nach sechs Minuten führten die Gäste bereits mit 4:0. In der Folge kamen die Kastilier aber besser in die Begegnung und gestalteten das Geschehen ausgeglichen. Mirko Alilovic ermöglichte mit seinen Paraden die Aufholjagd Leons.

In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit aber machte sich das stockende Kieler Aufbauspiel auch im Spielstand bemerkbar. Jicha verließ ein wenig das Wurfglück, Andersson fand mehrfach in Alilovic seinen Meister. Selbst die Einwechslung Palmarssons half dem THW in dieser Phase nicht mehr. Bei Leon hingegen drehten Buntic und Agguirezabalaga weiter auf: Als der von Krivoshlykov gefoulte Lundström mit einem Dreher am Pfosten scheiterte und vergeblich auf den Pfiff des ansonsten gut pfeifenden lettischen Schiedsrichtergespanns wartete, war es erneut Vize-Europameister Denis Buntic, der beim 16:16 den ersten Ausgleich erzielte und Gislason dazu bewegte, Peter Gentzel in die Partie zu bringen. Bis zum Seitenwechsel ließ der Tabellenvierte der Liga Asobal nichst mehr anbrennen. Im zweiten Durchgang zogen die "Zebras" mit ihrem starken Rückhalt Peter Gentzel auf 25:20 davon (42. Minute) und brachten den Erfolg mit Mühe, aber letztlich routiniert über die Zeit.

Zum Abschluss der Vorrunde stehen für den THW nun noch zwei Heimspiele auf dem Programm: Am Samstag (15 Uhr) kommt Kolding in die Sparkassen-Arena, bevor am 7. März (15.45 Uhr) der mazedonische Vertreter HC Vardar PRO Skopje in Kiel gastiert.