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Champions League Achtelfinale

Hamburg verliert und jubelt dennoch

Im Achtelfinal-Rückspiel der EHF Champions League mussten sich die Handballer des HSV Hamburg dem polnischen Vertreter KS Vive Targi Kielce mit 27:30 (15:16) geschlagen geben. Aufgrund des 30:24 (17:15)-Erfolgs im Hinspiel qualifizieren sich die Hamburger dennoch für das Viertelfinale der europäischen Königsklasse. 2.922 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg bekamen am Osterwochenende eine spannende Partie zu sehen, deren Ausgang bis zum Schluss offen blieb. Rastko Stojkovic erzielte mit neun Toren die meisten Treffer der Partie. Mit jeweils sechs Torerfolgen waren Hans Lindberg und Domagoj Duvnjak die besten Werfer in den Hamburger Reihen.

Die zweite Achtelfinal-Begegnung zwischen dem HSV und KS Vive Targi Kielce begann mit frühen Treffern auf beiden Seiten. In Reihen der Hamburger zeigte sich in den ersten Minuten vor allem Blazenko Lackovic sicher und sorgte dafür, dass die Hamburger nach einem 0:1-Rückstand immer wieder einen Treffer vorlegten (3:2, 3. Minute, 4:3, 4.). Doch die Gäste konnten ihren anfänglich leichten Rückstand in den Folgeminuten in einen eigenen Vier-Tore-Vorsprung verwandeln (9:5, 12.), den sie bis zur 17. Minute verteidigten (8:12). Dann nutzen die Hamburger eine doppelte Überzahl, um sich wieder auf zwei Treffer heran zu kämpfen. Zunächst schmetterte HSV-Kapitän Guillaume Gille aus dem Rückraum den Ball ins gegnerische Netz, Torsten Jansen verkürzte von Linksaußen auf 10:12 (19.). In Hochform präsentierte sich der in der 15. Minute eingewechselte Johannes Bitter, der im ersten Durchgang diverse Paraden zeigte und dem HSV so die Möglichkeit gab, den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff weiter zu verkürzen. Mit zwei nacheinander gehalten Bällen stellte der Nationaltorhüter für Lackovic die Weichen zum 11:12-Anschlusstreffer (22.). Bis zum Ende des ersten Durchgangs folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem Marcin Lijewski kurz vor dem Abpfiff zwar den Ausgleich erzielte, mit 15:16 ging es am Ende jedoch in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang sorgte Domagoj Dunvjak mit einem Granaten-Treffer im Handumdrehen für den Ausgleich (16:16, 31.). Im weiteren Verlauf der Partie präsentierten sich beide Teams auf Augenhöhe und lieferten sich ein heiß umkämpftes Duell. Kielce legte vor, der HSV glich vor allem durch den 21-jährigen Kroaten immer wieder aus (20:20, 38.). Die folgende Unterzahl der Hamburger nutzen nun wiederum die Gäste, um sich einen Vorsprung zu erspielen (22:20, 41.). Doch der HSV füllte nach zwei Strafminuten nicht nur personell wieder auf: Mit drei Treffern in Folge brachten sich die Hamburger nach 40 Minuten erstmals wieder in Front. Dabei ermöglichte erneut Johannes Bitter mit einer Parade gegen Mariusz Jurasik den Ausgleich per Tempogegenstoß durch Bertrand Gille, Matthias Flohr legte zum 23:22 (44.) nach. Erneut entwickelte sich eine nervenzerreißende Partie: Immer wieder ging es über Einstand, bis sich der polnische Meister im Schlussspurt mit drei Treffern absetzen konnte. Am Ende unterliegt der HSV mit 27:30, zieht jedoch durch den Hinspiel-Erfolg in das Viertelfinale der EHF Champions League ein.

Die Statistik:

HSV Hamburg: Bitter (13 Paraden, 15.-60.); Sandström (4/1 P., 1.-15. und für zwei Siebenmeter eingewechselt); Duvnjak 6, Lindberg 6/3, Lackovic 4, B. Gille 3, M. Lijewski 3, Vori 2, Jansen 1, Flohr 1, G. Gille 1, Hens.

KS Vive Targi Kielce: Cleverly (13 P., 1.-60.); Kotlinski n.e.;  Stojkovic 9/1, Rosinski 6, Podsiadlo 5, Kuchczynski 3, Jurasik 3, Nat 3, Zaremba 1, Grabarczyk, Glinski, Knudsen, Zoltak,  Krieger, Tubic n.e., Konitz n.e.

Schiedsrichter: Nenad Nikolic / Dusan Stojkovic (SRB) . – Zuschauer: 2.922. -  Siebenmeter: 3/4:1/2 (Lindberg wirft an den Pfosten – Sandström bleibt Sieger gegen Stojkovic). - Zeitstrafen: 2 – 5 (Gille, M. Lijewski – Grabarczyk, Podsiadlo, Zaremba, Zoltak, Glinski). - Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (1.), 2:1 (2.), 2:2 (3.), 3:2 (3.), 3:3 (3.), 4:3 (4.), 4:7 (11.), 5:7 (11.), 5:9 (12.), 6:9 (13.), 7:9 (14.), 7:11 (16.), 8:11 (16.), 8:12 (17.), 11:12 (22.), 11:13 (24.), 12:13 (24.), 12:14 (26.), 13:14 (26.), 13:15 (27.), 15:16 (30.) - 16:16 (31.), 16:17 (32.), 17:17 (32.), 20:20 (38.), 20:22 (41.), 23:22 (44.), 23:24 (43.), 24:24 (49.), 26:26 (54.), 27:27 (57.), 27:30 (60.).

KOMMENTARE

Finn THW Fan, 04.04.10, 10:09 Uhr
Der Jubel war auch nur ein Traum in jede Richtung,richtig so denn klappern gehört zum Handwerk. mehr »
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