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Hens führt den HSV zum Sieg

Nach den jüngsten Erfolgen in der Bundesliga hat der HSV auch in der Champions League eine Duftmarke gesetzt. Mit 27:26 gewannen die Hamburger gegen Ungarns Spitzenclub MKB Veszprém. Die Gäste mussten damit die ersten Punkte in dieser Saison abgeben. Der Erfolg hätte deutlich klarer ausfallen können. 17 Minuten vor dem Ende führten die Hamburger noch mit sieben Toren (22:15). "Danach haben wir den Faden und unsere Kräfte verloren", sagte Pascal Hens, der mit acht Toren bester Werfer beim Bundesliga-Primus war.

Trainer Martin Schwalb hatte gegen Veszprém auf Domagoj Duvnjak (Knie-OP), Krzysztof Lijewski (Schulter) und Blazenko Lackovic (Mandelentzündung) verzichten müssen. Hens, Marcin Lijewski und Michael Kraus waren zudem angeschlagen ins Spiel gegangen.


Dennoch nicht ganz zufrieden

Die Personalnot machte sich allerdings nur im Angriffsspiel bemerkbar, in dem vor allem Marcin Lijewski (neun Fehlwürfe) eine Fahrkarte nach der nächsten schoss. Die 6:0-Abwehr funktionierte hervorragend. In den ersten zwölf Minuten ließ der HSV nur zwei Gegentore zu, auch später nahmen die Gastgeber (vor den Augen von Ex-THW-Coach Noka Serdarusic) Europas Tor-König Marko Vujin fast komplett aus dem Spiel. Für die Glanzlichter sorgten neben Hens vor allem die Gille-Brüder. Guillaume Gille ließ die 3.688 Zuschauer in der ersten Hälfte mit einem No-Look-Pass auf Igor Vori staunen, Bertrand zeigte seine ganze Vielseitigkeit, als er auch im Rückraum eingesetzt wurde und konnte zudem eine hundertprozentige Trefferquote vorweisen. Dennoch war der etatmäßige Kreisläufer nicht zufrieden mit dem Auftritt des Teams. "Wir haben ein paar Dinge liegen gelassen, die man so nicht liegen lassen darf", kritisierte Bertrand Gille und erinnerte an die 30:33-Hypothek aus dem Hinspiel. "Wir hatten vor Augen, sie mit mehr als drei Toren zu schlagen. Das haben wir nicht geschafft."