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Champions League: Kiel und Löwen erfolgreich

HSV verliert Spitzenduell in Ciudad

Mit dem Flaggschiff THW Kiel an der Spitze hat die Armada der Handball-Bundesligisten souverän die Achtelfinals in den Europacup-Wettbewerben erreicht.

Rekordmeister Kiel qualifizierte sich in der Champions League vorzeitig mit dem 34:26 gegen Amicitia Zürich für die Runde der letzten 16. Die Rhein-Neckar Löwen stehen mit einem Bein im Achtelfinale der Königsklasse. Nach dem überzeugenden 37:29 (19:12)-Sieg beim slowenischen Meister RK Gorenje Velenje fehlt nur noch ein Punkt aus den letzten vier Gruppenspielen, um die K.o.-Phase zu erreichen.

Der HSV Hamburg musste hingegen die zweite Niederlage hinnehmen. Beim spanischen Titelträger BM Ciudad Real verlor der HSV das Spitzenduell mit 28:30 (12:14). Trotzdem bleibt er weiter Zweiter der Gruppe C hinter den ungeschlagenen Spaniern.

Drei im Achtelfinale des EHF-Pokals

Im EHF-Pokal gewann die SG Flensburg-Handewitt sein Drittrunden-Rückspiel gegen Israels Meister Maccabi Rishon LeZion mit 43:25 ebenso deutlich wie Frisch Auf Göppingen beim 31:23 gegen den FC Porto. Der VfL Gummersbach erreichte dank des 38:13 (18:7) im Kosovo beim KH Kastrioti-Ferizaj das Achtelfinale. Der TBV Lemgo kam in Podgorica zwar nur zu einem 28:28 (13:15), doch nach dem 46:23 im Hinspiel bedeutete dies ebenfalls das Weiterkommen.

Kiel festigte am 6. Vorrundenspieltag der Gruppe D die Tabellenführung mit 11 Punkten vor CF Barcelona (10). Bester Kieler Torschütze war Linksaußen Henrik Lundström mit 11/3 Treffern. Börge Lund gab nur 37 Tage nach seiner Daumenoperation sein Comeback. Im Tor entnervte Welthandballer Thierry Omeyer vor allem Amicitias Torschützen vom Dienst, den deutschen Ex-Nationalspieler Jan-Hendrik Behrends (8 Tore).

Die Hamburger setzten von der ersten Sekunde an den dreimaligen Champions-League-Sieger unter Druck. "Wir wollten die körperliche Spielart der Spanier in Grenzen halten und uns gut dagegenstemmen", sagte Trainer Martin Schwalb. Sein Team führte nach 20 Minuten bereits mit 10:7. In der Folge scheiterte die HSV-Offensive aber mehrfach an Ciudads Ausnahme-Torhüter Arpad Sterbik. Der auch in der spanischen Liga verlustpunktfreie Spitzenreiter drehte das Blatt bis zur Pause. Im zweiten Durchgang blieb die Mannschaft von Trainer Talant Dujshebaev das spielbestimmende Team. "Das ist ein Duell auf Augenhöhe", betonte Schwalb dennoch. Erfolgreichste HSV-Schützen waren Igor Vori und Krzysztof Lijewski mit je sechs Treffern.

Beste Löwen-Leistung

Die Rhein-Neckar Löwen boten in Velenje ihre bislang beste Leistung in der Königsklasse. Bereits nach neun Minuten führten sie mit 7:2. In der zweiten Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung sogar noch aus und krönten damit eine erfolgreiche Woche, in der sie am Dienstag schon mit 38:22 in Lemgo gewonnen hatten. Bester Werfer war Uwe Gensheimer mit neun Toren.

Sechs Tage nach dem dürftigen 24:24 in Porto fegte Göppingen im EHF-Pokal die Portugiesen mit 31:23 regelrecht aus der heimischen Halle. "Am Anfang war unsere Nervosität nicht zu verkennen. Aber dann haben wir selbstbewusster und beweglicher gespielt", betonte FA- Trainer Velimir Petkovic. Michael Haaß (9/2) war erfolgreichster Göppinger. Gummersbachs Coach Sead Hasanefendic zog nach dem 38:13 im Kosovo zufrieden Bilanz. Der Altmeister wurde von 250 dort stationierten deutschen Soldaten lautstark unterstützt.

Flensburg will ins Finale

Flensburgs Teammanager Ljubomir Vranjes war nach dem 43:25- Schützenfest gegen Maccabi Rhishon LeZion des Lobes voll: "Wir sind einer der Favoriten im EHF-Cup. Ich möchte ins Finale." Nach dem 38:22 (54.) ließ die Gegenwehr der Israelis endgültig nach. Anders Eggert (10/2) war bester Flensburger Schütze.