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Champions League

HSV will Ciudad-Fluch stoppen - Löwen jagen Zebras

Den deutschen Rekordmeister THW Kiel plagen ausgerechnet vor dem ersten Duell im Champions-League-Viertelfinale beim Liga-Kontrahenten Rhein-Neckar Löwen erhebliche Personalprobleme.

Rückraum-Shooter Kim Andersson muss sich noch in dieser Woche einer Knie-Operation unterziehen und fällt damit nicht nur für das Hinspiel in der Mannheimer SAP-Arena, sondern gar bis zum Saisonende aus. «Das ist bitter, aber nicht zu ändern. Dennoch wollen wir mit aller Macht ins Final Four», sagte THW-Geschäftsführer Uli Derad. Zumindest die Generalprobe für das Duell «Löwen gegen Zebras» ist gelungen: Mit dem 35:26 gegen die Füchse Berlin bleiben die Kieler in der Bundesliga Spitzenreiter HSV Hamburg auf den Fersen.

Den schwersten Viertelfinal-Brocken hat ohne Zweifel Hamburg vor der Brust - Titelverteidiger Ciudad Real. Auch wenn der DHB-Pokalsieger fünf der letzten sechs Duelle, darunter beide Partien der Gruppenphase, gegen die Spanier verlor, ist Trainer Martin Schwalb optimistisch. «Wir haben daraus unsere Schlüsse gezogen und den Abstand zu Ciudad verringert», meinte der ehemalige Nationalspieler mit Blick auf das Heimspiel. Ciudads Coach Talant Dushebajew verteilte schon vor dem Anpfiff Vorschusslorbeeren an den HSV. «Hamburg ist für mich die zweitbeste Mannschaft der Welt. Es ist schade, dass einer der Top-Favoriten vor dem Final Four ausscheiden muss.»

Im Kieler Lager sind zudem Filip Jicha (Brustwirbelblockade), Kapitän Marcus Ahlm (Rücken), Christian Sprenger (Hüftprellung) und Aaron Palmarsson (Zerrung) angeschlagen. Dennoch keine Spur von Pessimismus. «Wir haben schon zweimal in dieser Saison gegen die Löwen gewonnen. Das wollen wir so beibehalten», sagte Derad, der wie die Mannheimer unbedingt zum Final Four in Köln am 29./30. Mai, für das bereits mehr als 14 000 Karten verkauft wurden, will. Löwen- Trainer Ola Lindgren, dessen Team in der Bundesliga nach dem 37:32 gegen GWD Minden weiter den dritten Platz im Visier hat, erwartet im Hinspiel noch keine Vorentscheidung: «In Kiel wird abgerechnet. Aufgrund unserer Auswärtsstärke können wir auch dort gewinnen.»

Selbstvertrauen für das Halbfinal-Hinspiel im EHF-Pokal gegen Kadetten Schaffhausen (Samstag/20.15 Uhr) schöpfte auch die SG Flensburg-Handewitt, die mit dem 24:18 gegen den TV Großwallstadt den dritten Tabellenplatz verteidigte. «Wir haben noch zwei Träume: den EHF-Cup und den dritten Platz in der Bundesliga», sagte Manager Holger Kaiser. Im zweiten Halbfinale tritt der TBV Lemgo bei BM Ciudad Logroño (Sonntag/18.00 Uhr) an, der mit dem 35:30-Bundesliga- Heimsieg gegen MT Melsungen ebenso eine gelungene Generalprobe feierte wie der VfL Gummersbach mit dem 31:28 gegen den TSV Dormagen. Doch im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger wartet mit Navarra San Antonio (Sonntag/15.00 Uhr) ein weitaus schwererer Gegner auf die Oberbergischen.