EHF FINAL4 Eröffnungs-Pressekonferenz: Letzte 500 Karten im Verkauf - "Jeder will Teil dieses Events sein" - Handball - Handball-M CL - Artikel - Handballwoche
EHF FINAL4 Eröffnungs-Pressekonferenz: Letzte 500 Karten im Verkauf

"Jeder will Teil dieses Events sein"

Die Spiele können beginnen: EHF-Präsident Tor Lian eröffnete das FINAL4-Wochenende in Köln mit einer Auftakt-Pressekonferenz im Sport- und Olympiamuseum. „Mit dem Turnier haben wir Großartiges erreicht –und es ist durch eine tolle Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Veranstaltern vor Ort zustande gekommen", sagte Lian. Aus Sicht der Stadt Köln äußerte sich Bürgermeisterin Elfi Antwerpes: „Es ist eine große Ehre für die Sportstadt Köln Gastgeber dieses Turniers, der besten Handball-Mannschaften der Welt und der Premiere dieses Turniers zu sein." Eine Woche nach dem Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft findet in der LANXESS Arena in den nächsten Tagen die nächste Weltklasse-Sportveranstaltung statt.

EHF-Generalsekretär Michael Wiederer erläuterte die Organisation und die Vorbereitung des Turniers. „Jetzt steht nach einjähriger Vorbereitung der Höhepunkt kurz bevor. Wir freuen uns auf das EHF FINAL4 – und vor dem Start wollen wir die Gelegenheit nutzen, uns bei den Vereinen für ihre Zusammenarbeit zu bedanken. Dieses Turnier stellt für uns eine völlig neue Situation dar, auch wenn wir schon gewisse Erfahrungen aus der Organisation von Europameisterschaften haben."

Peter Vargo, der Chef von EHF Marketing, hofft darauf, "dass die Arbeit von einem Jahr in ein perfektes Wochenende mündet." Er stellte die zahlreichen Aktivitäten der FINAL4-Partner wie Velux, Jack&Jones oder adidas vor. Und Vargo hatte gute Nachrichten für die Fans, die noch kein Ticket haben: „Die letzten 500 Tickets kann man über die EHF-Homepage oder an den Verkaufsstellen der Arena erwerben."

Zum guten Schluss berichtete Stefan Lövgren, der FINAL4-Botschafter, über seine Erwartungen ans Turnier: „Nach einem Jahr ohne Handball hatte ich ein gutes Jahr als Handball-Botschafter. Ich freue mich total auf das FINAL4 und ein fantastisches Wochenende. Jeder Spieler ist hoch konzentriert und jeder will Teil dieses Events in einer sensationellen Atmosphäre sein." 

 

Der THW Kiel geht nicht in Bestbesetzung, aber dennoch optimistisch ins Halbfinale des EHF FINAL4 gegen Ciudad Real. Linkshänder Kim Andersson fällt nach einer Operation aus, Momir Illic (Kreuzband-Verletzung) ist angeschlagen. „Das ist der große Vorteil von Ciudad", sagte THW-Trainer Alfred Gislason, „deren Kader ist komplett."

Bei Kiels Geschäftsführer Uli Derad ist die Vorfreude groß: „Es ist toll, dass wir in Köln dabei sind. Das wird eine Riesen-Veranstaltung." An ein mögliches Finale denkt Derad noch nicht: „Unsere ganze Konzentration gilt dem Halbfinale."

„Wir blicken immer selbstbewusst nach vorne", meinte Gislason trotz der Verletzten, „auch wenn Ciudad Real als Titelverteidiger das beste Team der Welt ist. Wir wollen ins Finale." In den beiden vergangenen Jahren verlor der THW jeweils die Finalspiele gegen die Spanier. „2008 war ich noch nicht dabei, aber 2009 waren wir nahe dran. Das Hinspiel haben wir dominiert, im zweiten Spiel waren wir 45 Minuten die bessere Mannschaft. Aber gegen Ciudad Real muss man 60 Minuten das bessere Team sein", sagte Gislason.

Einen echten Heimvorteil für seine Manschaft sieht der THW-Trainer in Köln nicht: „Natürlich werden die deutschen Fans uns unterstützen und es werden viele Kieler kommen. Aber alle Mannschaften sind routiniert genug, sich nicht von der Atmosphäre ablenken zu lassen. Aber vielleicht kann eine gute Stimmung uns helfen."

Nicht beurteilen kann Gislason, ob es für seine Mannschaft ein Vorteil oder Nachteil ist, dass für Ciudad Real die spanische Liga schon vor zwei Wochen endete, Kiel aber vergangenen Samstag im Topspiel gegen Hamburg antreten musste. „Wir haben aus dem Sieg in Hamburg viel Selbstbewusstsein gezogen. Ciudad hatte zwar keine Ligaspiele, konnte sich aber beim Super Globe in Doha gut vorbereiten. Wir werden sehen, was besser war."