Rhein-Neckar Löwen - "Katastrophe" sagt Sigurdsson, Fritz findet Abwehr "inakzeptabel" - Krisenstimmung im Löwenkäfig - Handball - Champions League - Artikel - Handballwoche
"Katastrophe" sagt Sigurdsson, Fritz findet Abwehr "inakzeptabel"

Krisenstimmung im Löwenkäfig

Krise? Nein als ungeschlagener Tabellenführer ihrer Champions-League-Gruppe sind die Rhein-Neckar Löwen bestimmt nicht in der Krise. Aber Krisenstimmung, die herrscht bei den Badenern nach dem enttäuschenden 31:31 gegen Chambery Savoie HB.

Was vor allem daran lag, dass nach dem 29:29 gegen Vive Kielce erneut ein Heimspiel in der Königsklasse nach einer klaren Führung – 21:13 führte die Hausherren in der 38. Minute – nicht gewonnen wurde. „Was dann passiert ist, kann ich nur als kollektiven Kollaps bezeichnen“, war Trainer Ola Lindgren nach der Partie völlig fassungslos. Auch sein Versuch, mit einer energischen Ansprache im Time Out etwas zu retten („wir sind zu bequem in der Abwehr, wir arbeiten nicht“), verpuffte wirkungslos.

Löwen-Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson, in puncto Selbstkritik ebenso immer ein Vorbild wie in spielerischen und kämpferischen Belangen, sprach nachher sogar von einer „Katastrophe. Wir hatten genug Chancen, den Sack zuzumachen und haben sie stattdessen selber wieder aufgebaut. In der Abwehr war es in den letzten 20 Minuten eine reine Katastrophe, was wir abgeliefert haben“, sagte der Isländer mit todunglücklichem Gesicht.

„Wir haben kaum Körperkontakt gehabt, die sind zu freien Würfen gekommen aus allen Positionen. Wir haben nicht geschafft, die Vorgaben des Trainers umzusetzen“, gab Sigurdsson zu, der auf die Frage nach den Gründen nur ebenso klug wie erwartbar sagte: „Wenn wir wüssten, woran es lag, hätten wir es ja nicht gemacht.“

Dafür, dass die Löwen sich auch in der Bundesliga mit fünf deutlichen Siegen seit dem 18. September an das Top-Duo herangepirscht haben, war die Atmosphäre beim Spitzenreiter der Gruppe B der Champions League auffällig vergiftet. „Ich bin sehr enttäuscht, um es diplomatisch zu sagen, von der Mannschaft“, schimpfte Ex-Nationaltorhüter Henning Fritz und: „Ich bin maßlos enttäuscht, wie wir so einen Vorsprung wegschenken können. Was wir heute geleistet haben. Ist einfach eine Sache der Einstellung.“

Einmal in Fahrt legte der 35-Jährige, der erst Garant der klaren Führung war, dann aber gegen den Angriffsschwung der Franzosen hilflos war, gleich nach: „Ich finde es inakzeptabel, wie die Mannschaft mich in der zweiten Halbzeit im Stich gelassen hat. Ich hänge von der Abwehr ab, wenn die den Gegner auf sechs Metern werfen lassen, sehe ich als Torwart natürlich besch…eiden aus.“ Schließlich war der Held der Weltmeisterschaft 2007 so in Rage, dass er auch nicht in Ordnung fand, dass er neun Minuten vor Schluss für Slawomir Szmal weichen musste: „Wenn einer in der 50. Minut von der Bank kommt, ist er doch kalt und kann gar nicht mehr ins Spiel finden.“

Viel Zeit, ihre Wunden zu lecken, bleibt den Löwen nicht: In der Bundesliga wartet Sonntag beim VfL Gummersbach die nächste Aufgabe, schon Mittwoch geht’s mit dem vierten Heimspiel gegen den slowenischen Meister RK Gorenje Velenje in der Königsklasse weiter.

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