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Löwen müssen sich an eigene Nase packen

Die Rhein-Neckar Löwen mussten sich nach den 60 Minuten in Veszprém an die eigene Nase fassen, denn die erste Niederlage in der aktuellen Champions-League-Saison hatte sich der badische Bundesligist selbst zuzuschreiben. Beim 30:34 (12:17) beim ungarischen Meister machten die Löwen zu viele einfache Fehler, um im Kampf um den Gruppensieg im Rennen zu bleiben. Mit jetzt vier Minuspunkten kann sich Ola Lindgren darauf einstellen, mit seiner Truppe im Achtelfinale als Gruppenzweiter anzutreten.

Vier Tage nach der deutlichen Niederlage in Hamburg waren die Cracks von Anfang an bemüht, sich zu rehabilitieren, trafen jedoch auf einen körperlich enorm starken Gegner, der sehr routiniert spielte. "Der Sieg ist verdient, Veszprém war die bessere Mannschaft", räumte Löwen-Trainer Lindgren ein. Im "Endspiel um den Gruppensieg" nutzten die Magyaren ihren Heimvorteil und außerdem die Fehler ihres Gegners eiskalt aus. "34 Gegentreffer auswärts in der Champions League sind zu viel, wenn man ein Spiel gewinnen will", sagte Lindgren.

Schon nach 14 Minuten waren die Löwen unnötigerweise ins Hintertreffen geraten. Die 8:3-Führung der Ungarn resultierte in erster Linie aus Gegenstoßtoren nach technischen Fehlern der Badener. Im Positionsangriff hatte die Lindgren-Sieben ihren Kontrahenten im Griff, doch in der eigenen Offensive haperte es. Allein Uwe Gensheimer mit elf Toren sowie Karol Bielecki (8) fanden zu ihrer Form. "Mit so vielen technischen Fehlern kannst du in Veszprém nicht gewinnen", fasste sich Snorri Guðjónsson an die eigene Nase. Der Spielmacher war nicht in der Lage, dem Spiel der Löwen nachhaltig Struktur zu geben.

Nach dem 12:17-Rückstand zur Pause war klar, dass die Löwen ähnlich wie eine Woche zuvor in Kielce eine sehr gute zweite Halbzeit benötigen würden, um der Begegnung noch eine Wende zu geben. Zumindest kämpferisch zeigten die Gelbhemden, dass sie gewillt waren, aber in den entscheidenden Phasen machten sie auch nach der Pause zu viele Fehler.