Misslungenes Vorhaben - Handball - Champions League - Artikel - Handballwoche
 

Misslungenes Vorhaben

Mit einem Sieg wollten die Löwen Druck auf den THW Kiel hinsichtlich des Gruppensieges ausüben, doch dieses Vorhaben misslang, weil die Franzosen den Sieg einfach mehr wollten - und benötigten. Mit den zwei Punkten gegen die Badener sicherte sich Chambéry den vierten Platz in der Gruppe und damit den Achtelfinaleinzug. Bereits vor der Begegnung war den Badenern der zweite Rang in der "Hammergruppe A" nicht mehr zu nehmen.

Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson setzte die Spieler ein, die zuletzt wenig auf dem Parkett standen und bereits nach wenigen Minuten wurde ersichtlich, dass den Rhein-Neckar Löwen der letzte Tick Konzentration fehlte. Das äußerte sich in technischen Fehlern. Am Ende standen 17 Ballverluste in der Statistik - zu viel, um in der Königsklasse bestehen zu können. Trotzdem hielten die Löwen die Partie in den ersten 30 Minuten offen, weil Torhüter Henning Fritz die Fehler seiner Vorderleute mit Glanztaten in Serie ausglich. Den knappen 16:17-Rückstand zur Pause konnte der Keeper aber nicht verhindern.


Hohe Fehlerquote

Nach der Pause verließ Löwen-Keeper Fritz das Glück, während seine Mitspieler ihre Fehlerquote weiter nach oben schraubten. Die Folge war ein deutlicher Rückstand nach 45 Minuten (21:28), der einer Vorentscheidung gleichkam. "Chambéry war in allen Belangen besser als wir, sie nutzten ihre Möglichkeiten besser und agierten aggressiver in der Deckung", sagte Gudjón Valur Sigurssson. Der Löwenkapitän sah in der Schlussphase engagierte Mitspieler, die Ergebniskosmetik betrieben, doch am Sieg der Franzosen war nicht mehr zu rütteln. Die Heimfahrt aus den französischen Alpen mussten die Badener deshalb mit einer Niederlage im Gepäck antreten, die jedoch zu denen gehörte, die leicht zu verdauen sind.