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Nächster Dämpfer für Kiel

Vier Tage nach seiner dritten Saisonniederlage in der Bundesliga unterlag der deutsche Rekordmeister am Sonntag in der Champions League beim FC Barcelona mit 29:32. Trotzdem überwintert der Titelverteidiger mit 10:4 Zählern vor den punktgleichen Rhein-Neckar Löwen an der Spitze der Gruppe A. Barcelona ist Dritter.

Wie das Spiel auch geriet schon die Anreise des THW in die spanische Metropole zu einem Krimi. Aufgrund des landesweiten Fluglotsenstreits bei den Iberern "strandete" die Mannschaft zunächst in München. Die Weiterreise nach Katalonien gestaltete sich schwierig, da alle Ausweichflüge nach Südfrankreich bereits ausgebucht waren. Auf Kosten der EHF, die den Klassiker unbedingt am Sonntag anpfeifen lassen wollte, organisierte der THW Kiel schließlich am späten Nachmittag eine Chartermaschine, die den Titelverteidiger nach Perpignan bringen sollte, von wo aus die letzten 200 Kilometer per Bus zurückgelegt werden sollten. Glück im Unglück hatten die Handballer letztlich doch: Während des Fluges ergab sich, dass man nun doch direkt in Barcelona landen dürfe. So traf die Mannschaft am Samstagabend gegen 22.15 Uhr in ihrem Hotel ein.

Ausgeruht und gut vorbereitet erwischte Kiel im 17. Aufeinandertreffen mit dem "Königsklassen"-Rekordsieger einen optimalen Start. Der THW führte im Palau Blaugrana früh mit vier Toren auch ohne die verletzten Daniel Narcisse, Kim Andersson und Kapitän Marcus Ahlm, dafür aber mit einem glänzend aufgelegten Torhüter Thierry Omeyer. Kiel dominierte so im ersten Durchgang und bestach durch große taktische Disziplin.

Nach dem Wechsel beeindruckte der siebenmalige Champions-League-Gewinner aus Barcelona aber die Kieler mit einer offensiveren Deckung und kam zur ersten Führung im gesamten Spiel (20:19/38.). Am Ende musste die Gäste ihren vielen personellen Ausfällen Tribut zollen und die siebte Niederlage gegen Barcelona hinnehmen.