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THW Kiel in der Champions League

Siebte Viertelfinal-Teilnahme in Serie

Auf den THW Kiel ist in der «Königsklasse» Verlass. Mit dem 36:24 (20:11)-Kantersieg gegen den dänischen Meister Kolding IF (Hinspiel 36:29) erreichte der deutsche Handball-Rekordmeister ungefährdet zum siebten Mal nacheinander das Champions-League-Viertelfinale.

Einen Wunschgegner für die Auslosung am 4. April in Wien haben die Kieler nicht. «Das ist völlig egal», sagte Trainer Alfred Gislason. Und der tschechische Rückraumstar Filip Jicha ergänzte selbstbewusst: «Wenn wir nach Köln zum Final Four-Turnier wollen, müssen wir jeden schlagen.»

Die erfolgreichsten Kieler Werfer waren Rechtsaußen Tobias Reichmann und der Serbe Momir Ilic, die je sechsmal trafen. Bei seinem Comeback war Rückraum-Linkshänder Kim Andersson zweimal erfolgreich. «Ich habe mich sehr auf diesen Moment gefreut, wieder auf der Platte zu stehen», sagte der 28 Jahre alte Schwede. Damit stehen den «Zebras» erstmals in dieser Saison alle Profis zur Verfügung. Ob Rückraumspieler Jerome Fernandez, der wegen der Verletztenmisere kurzfristig verpflichtet worden war, den Verein gen Toulouse verlassen wird, entscheidet sich zu Wochenbeginn.

Der Rekordmeister wollte den Erfolg allerdings nicht zu hoch bewerten, denn Kolding schonte Spitzenkräfte wie Bo Spellerberg für das Top-Spiel in der dänischen Liga am Dienstag gegen Skjern. «Das ist so etwas wie ein Endspiel für uns. Das müssen wir gewinnen», erklärte der frühere Flensburger Lars Christiansen, der in Kiel von den 10 000 Fans stürmisch gefeiert wurde. Man habe schon vor Anpfiff gewusst, dass das Achtelfinale nicht mehr zu erreichen ist, berichtete der Linksaußen, der am 18. April 39 Jahre alt wird. «Kiel ist die beste Mannschaft der Welt, da bin ich ganz sicher.»

Den Gastgebern hing die sensationelle Liga-Heimpleite gegen Großwallstadt (25:28) vom vergangenen Dienstag noch nach. «Da haben wir einfach nicht unseren Job gemacht, das war sehr unkonzentriert», meinte Reichmann im Rückblick. «Diesmal konnten wir beweisen, dass wir guten Handball spielen können, wir müssen dieses Spiel gegen Großwallstadt jetzt einfach vergessen», befand Jicha.