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"Top-Leistung wurde nicht belohnt"

Gudjon Valur Sigurdsson war wegen seiner langwierigen Knieverletzung diesmal nur Zuschauer, doch an die schmerzliche Niederlage im letztjährigen Halbfinale, an das 23:37, konnte er sich noch bestens erinnern. "Die Hürde THW ist immer noch hoch", sagte der Isländer, "aber nicht mehr so hoch wie vor einem Jahr." In seiner Ernüchterung klang auch eine gewisse Portion Zufriedenheit. Zufrieden durften die Rhein-Neckar Löwen auch sein. Sie hatten ihren Anspruch, zu den großen Dreien des deutschen Vereinshandballs zu gehören, untermauert. "Leistungsmäßig waren wir genauso stark wie Kiel", sagte Ola Lindgren - und erzeugte damit keinen Widerspruch. Zumindest der neutrale Zuschauer konnte mit dem traurigen Schweden mitfühlen. Nach Pokalfinale und Hinspiel fehlten zum dritten Mal binnen Kürze nur Wimpernschläge, um gegen einen der beiden Spitzenklubs ein Erfolgserlebnis zu landen. "Eine Top-Leistung wurde nicht belohnt", haderte Ola Lindgren. "Das ist hart, so ist Sport." Torwart Henning Fritz nahm das Positive mit aus der knappen Niederlage. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte der Weltmeister. "Wenn wir so weiterarbeiten, werden wir irgendwann den Tick besser sein und weiterkommen." Rhein-Neckar Löwen