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Welthandballer rettet THW Kiel den Sieg im 'Palau Blaugrana'

Torwart Omeyer krönt sich zum Helden von Barcelona

Am 9. Oktober kürte ihn eine Expertenjury des Weltverbands IHF zum Welthandballer des Jahres, zwei Tage darauf krönte sich Thierry Omeyer dann zum Helden von Barcelona.

Der französische Torwart bescherte dem THW Kiel mit 22 Paraden fast im Alleingang den zweiten Sieg in Serie in der berüchtigten Arena Palau Blaugrana. Nach dem Spiel blieb Omeyer bescheiden: "Wir alle haben sehr gut gespielt, es ist immer etwas Besonderes, hier zu spielen und dann auch noch zu gewinnen. Mein Ziel ist es, möglichst viele Bälle zu halten, mehr nicht", sagte der Schlussmann nach dem 30:27 (20:17), der den verlustpunktfreien Kielern die Tabellenführung in der Vorrundengruppe D der Champions League bescherte.

Zweiter THW-Sieg gegen Spanier

THW-Trainer Alfred Gislason, der die Zebras schon im Vorjahr zum ersten Erfolg in Barcelona in der Clubgeschichte geführt hatte, war stolz auf seine Mannschaft: "Wir haben großen Respekt vor Barcelona, deswegen war dieser Erfolg umso wichtiger." Nach dem zweiten Sieg gegen eine spanische Mannschaft hintereinander - vor Wochenfrist besiegte Kiel Ademar Leon - sind die Kieler nun Favorit auf den Gruppensieg. Der THW hatte die Partie trotz der lautstarken Unterstützung der rund 4.200 Barca-Fans bis Mitte der zweiten Hälfte immer unter Kontrolle und hätte zur Pause sogar deutlicher als 20:17 führen können, hätte man die klaren Chancen besser verwertet.

In der 47. Minute drohte die Partie aber zu kippen, als Barcelona 24:23 in Führung ging. "In dieser Phase haben wir uns einen zehnminütigen Durchhänger geleistet", bilanzierte Gislason, der aber dennoch vom besten Saisonspiel sprach. Denn er konnte sich auf Omeyer verlassen, der nicht nur drei Siebenmeter parierte, sondern sein Team durch zahllose weitere Paraden wieder auf die Siegesstraße führte. Mit fünf Treffern in Serie setzte sich der THW auf 28:24 ab. Die 13 wurde zur Kieler Glückszahl: Im 13. Vergleich der beiden ewigen Rivalen im europäischen Club-Handball behielt der THW zum dritten Mal in Folge und insgesamt achten Mal die Oberhand.

"Solche Spiele kann und muss man genießen", sagte Kreisläufer Marcus Ahlm: "Wir haben nun eine perfekte Ausgangslage, aber die Gruppenphase ist noch lang. Da kann noch viel passieren." Mit dem Erfolg im altehrwürdigen Palau Blaugrana retteten die Kieler auch die Ehre der Bundesliga, nachdem der HSV Hamburg am Mittwoch zu Hause mit 26:32 gegen den spanischen Champions-League-Titelverteidiger Ciudad Real verloren hatte. Zudem dürfte der Erfolg in Barcelona für mächtig Selbstvertrauen nach dem Kieler Heim-Remis in der Liga gegen Lemgo (27:27) gesorgt haben.

Keine Zeit für eine Fete

Doch groß gefeiert wurde in Katalonien nicht: "Nein, es gibt keine Fete, schließlich müssen wir am Mittwoch schon wieder bei der SG Flensburg-Handewitt ran", betonte Linksaußen Dominik Klein. Marcus Ahlm hofft dennoch darauf, dass Matchwinner Omeyer bald einmal eine Runde schmeißt auf seinen Titel als Welthandballer des Jahres.

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