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Uwe Gensheimer auf Topniveau in seiner Heimatstadt

Nein, als einer der Gewinner einer schwachen deutschen EM-Mannschaft will er sich nicht sehen. Dabei ist Uwe Gensheimer seit Wochen in bestechender Form, dies zeigte er auch in Österreich. "Es tat gut, dass ich am Ende meine Nominierung rechtfertigen konnte, während ich am Anfang nur zu Kurzeinsätzen kam."

Während der 23-jährige Linksaußen für die "Brand-Buben" sein erstes großes Turnier spielte, ist Gensheimer bei seinen Löwen mittlerweile einer der Leitwölfe und zudem der Publikumsliebling, schließlich ist er trotz seines jungen Alters schon der dienstälteste Löwe. "Ich habe mir den Respekt bei meinen Mitspielern erarbeitet", sagt der gebürtige Mannheimer, der besonders stolz auf die Tatsache ist, "in meiner Heimatstadt auf internationalem Top-Niveau spielen zu können. Das können nicht viele Topspieler von sich behaupten." In der Liga können Gensheimer & Co. ihre Titelambitionen vergessen, daher hofft der Linksaußen zumindest im Pokal auf ein Erfolgserlebnis: "Wir können den Titel gewinnen, wenn es auch beim Final Four immer sehr eng zugeht, davon können wir ein Lied singen." In der Champions League hingegen steht man schon seit Wochen im Achtelfinale - und insgeheim träumt Gensheimer, der mit den Löwen 2009 im Halbfinale stand, von der Qualifikation fürs Final4: "Wir können das schaffen, aber es ist noch ein weiter Weg. Erst einmal müssen wir sehen, welche Gegner uns in den K.o.-Spielen erwarten."

Generell sieht Gensheimer seine Löwen auf dem aufsteigenden Ast - trotz der beiden Liga-Niederlagen gegen Kiel und Hamburg. "Wir haben uns mittlerweile gefunden. Gegen Kiel haben wir es in der Schlussphase verpasst, die big points zu machen, gegen Hamburg war unsere Fehlerquote zu hoch, wir waren in der zweiten Hälfte zu ungeduldig." Dennoch habe sich die Mannschaft seit der EM-Pause stabilisiert: "Wir mussten nicht nur unsere 'normalen’ Neuzugänge integrieren, sondern kurzfristig auch noch zwei neue Spielmacher, nachdem sich Tkaczyk verletzt hatte. Das braucht seine Zeit, schließlich ist es die wichtigste Angriffsposition." Rhein-Neckar Löwen