Rhein-Neckar Löwen - Champions League: Kielce holt in der Endphase einen Punkt in Karlsruhe - Vier-Tore-Führung reicht den Löwen nicht - Handball - Champions League - Artikel - Handballwoche
Champions League: Kielce holt in der Endphase einen Punkt in Karlsruhe

Vier-Tore-Führung reicht den Löwen nicht

Die Rhein-Neckar Löwen haben im zweiten Heimspiel in der Königsklasse nur einen Punkt geholt. Vier Tage nach dem 32:29 gegen MKB Veszprem kam die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren über ein 29:29 (17:15) gegen KS Vive Kielce nicht hinaus.

Die Abwehr der Gastgeber vor dem guten Henning Fritz hatte vor allem mit zwei ehemaligen Bundesliga-Spielern Probleme. Ihr ehemaliger Mitspieler, Torjäger und Publikumsliebling Mariusz Jurasik erzielte immerhin sieben Tore aus dem rechten Rückraum und bediente zudem immer wieder den früheren Nordhorner Kreisläufer Rastko Stojkovic.

Zu fahrlässig mit Chancen umgegangen

Auf der anderen Seite bekamen die Polen den linken Rückraum der Hausherren nie in den Griff. So avancierte der seit Wochen starke Karol Bielicki gegen seine Landsleute mit zehn Treffern erst zum überragenden Werfer, am Ende dann zum Unglücksraben.. Und selbst sein Ersatzmann Sergej Harbok traf noch sechs Mal für die Löwen. Trotzdem gelang es den Lindgren-Schützlingen nie wirklich, sich abzusetzen.

„Wir sind zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, gestand Uwe Gensheimer nachher. Selbstkritisch auch Olafur Stefansson: „Die Gegenstöße kamen nicht, wir mussten konzentrierter im Angriff agieren“, merkte der Isländer an, und: „Von mir muss mehr kommen.“

So kam Kielce nach dem 21:17 (36.) ebenso wieder heran wie nach dem 23:19 (43.) und dem 24:21. Beim 26:25 (53.), 27:26 (57.) und 28:27 (58.) und 29:28 70 Sekunden vor Schluss war es wieder eng. Ausgerechnet ein Fehlwurf von Bielicki 25 Sekunden vor dem Ende ermöglichte den Polen dann noch eine letzte Ausgleichchance. Trainer Bogdan Wenta setzte alles auf eine Karte und brachte Hendrik Knudsen als siebten Feldspieler. Fünf Sekunden vor Schluss traf Tomasz Rosicki mit einem Hüftwurf zum glücklichen, aber nicht unverdienten Ausgleich.

Das Spiel in der Statistik

Rhein-Neckar Löwen – KS Vive Kielce (17:15)
Rhein-Neckar Löwen:
Szmal, Fritz; Gensheimer (5/2), Roggisch, Harbok (5), Manojlovic, Gudjonsson (1), Stefansson (1), Bielecki (10), Müller (1), Myrhol (3), Alvanos (1), Sigurdsson (2), Groetzki.
KS Vive Kielce:
Cleverly, Kubiszewski;  Jurasik (7), Knudsen (4/1), Podsiado, Kuchczynski (2), Jachlewski (3), Stojkovic (8/6), Grabarczyk, Krieger, Piwko, Glinski, Zoltak, Rosinski (4), Konitz, Nat (1).
Zuschauer:
3.072. - Schiedsrichter: Muro/Rodriguez (Spanien). - Zeitstrafen: 18:12 Minuten.  –Disqualifikationen: Grabarczyk (56.), Roggisch (57.), jeweils dritte Zeitstrafe. -  Siebenmeter: 3/2: 8/7.