THW Kiel - Exklusiv-Interview mit Filip Jicha (THW Kiel) - "Wir haben es selbst in der Hand" - Handball - Handball-M CL - Artikel - Handballwoche
Exklusiv-Interview mit Filip Jicha (THW Kiel)

"Wir haben es selbst in der Hand"

Filip Jicha steht mit dem THW Kiel vor den Wochen der Wahrheit. Exklusiv für handballwoche.de stand er Rede und Antwort.

 > Filip, es hat gereicht. Der THW Kiel hat das EHf Final4 in Köln erreicht. Was hat den Ausschlag gegeben?

Filip Jicha: Ich fand, es war gegen die Rhein-Neckar Löwen ein Spitzenspiel mit allem Drum und Dran. Wir sind sehr konzentriert aufgetreten. Deshalb haben wir nie unseren Faden verloren. Es gab lediglich zwei kleine Phasen, in denen es nicht ganz so gut lief. Wir sind aber nicht ernsthaft in Gefahr geraten, auszuscheiden. Insgesamt standen wir in der Deckung stabil, und Thierry Omeyer hat sehr gut gehalten.

> Und jetzt wartet im Halbfinale Ciudad Real auf THW Kiel. Wie gehen Sie diesen Knüller an? 

Wir wissen, was wir in dieser Phase zu tun haben. Nun kommen die Spiele, für die wir die ganze Serie hart gearbeitet haben. Wenn wir uns gegen die Rhein-Neckar Löwen ein schlechtes Spiel erlaubt hätten, wäre die gesamte Saison in der Champions League umsonst gewesen. Die ganze Zeit war unser erklärtes Ziel, nach Köln zum EHF FINAL 4 kommen. Und gegen Ciudad Real werden wir alles geben, um ins Finale zu kommen. Das kann ich versprechen.

> Das EHF FINAL 4 haben Sie bereits angesprochen. Was erwarten sie von diesem Event?

Es wird einfach ein riesiges Handball-Erlebnis, vor 20.000 Zuschauern zu spielen.

> Sie haben in Ihrer Laufbahn schon viel erreicht. Ein Titel in der Champions League fehlt noch.

Es war lange Zeit mein größter Traum, einmal die Champions League zu gewinnen. Seit ich eine Tochter habe, denke ich darüber etwas anders. Ein Triumph wäre nicht mehr das Größte überhaupt, aber mir immer noch sehr wichtig.

> Die anderen Teilnehmer am EHF FINAL 4 sind Medwedi Tschechow, Barcelona und Ciudad Real. Sehen Sie einen Favoriten?

In jedem Spiel werden die Chancen 50:50 stehen. Einen 90:10-Favoriten gibt es nicht und auch keine Überraschungsmannschaften. Auch Medwedi Tschechow hat seine Stärken gezeigt und wäre kein einfacher Gegner. Wir werden alles geben müssen.

> Auch die deutsche Bundesliga läuft noch. Was rechnen Sie sich aus? Am 22. Mai steigt das Spitzenspiel gegen den HSV Hamburg.

Sowohl der HSV wie auch wir haben es selbst in der Hand, Deutscher Meister zu werden, und sind nicht von der Hilfe anderer Mannschaften abhängig. Ich gehe davon aus, dass keiner der beiden Meisterkandidaten bis zum 22. Mai einen Punkt abgeben wird. Uns erwartet in Hamburg ein geiles Spiel, das die Saison höchstwahrscheinlich entscheiden wird. Alles kann passieren, die Tagesform wird den Ausschlag geben. Das wird Werbung für den Handball.

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