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Champions League: Deutsches Trio ist für die Königsklasse gerüstet

Zebras, Löwen und der HSV: Quer durch Europa nach Köln

Neuer Modus, fette Prämien, mehr Favoriten: Der neue Durchgang in der Handball-Champions-League verspricht größere Attraktivität und Spannung als bislang, bei dem drei deutsche Vertreter in den lukrativsten Wettbewerb des internationalen Club-Handballs starten.

Vorjahres-Halbfinalist HSV Hamburg erwartet am 3. Oktober den schwedischen Erstligisten Alingsas HK. Am Tag darauf haben die Rhein-Neckar Löwen Heimrecht gegen Ungarns Meister KC Veszprem, und Vorjahresfinalist THW Kiel empfängt aus der spanischen Liga Asobal Ademar Leon.

Final Four sind das Ziel

Zunächst müssen die Bundesligisten jeweils zehn Spiele in der Gruppenphase überstehen, um dann über Achtel- und Viertelfinale in die erstmals angesetzte Finalrunde nach deutschem Pokal-Muster (Final Four) vorzudringen. Da die beiden Halbfinals und das Endspiel am 29. und 30. Mai in der 19 500 Zuschauer fassenden Kölner Lanxess-Arena stattfinden werden, sind die deutschen Teams besonders motiviert. "Nach zweimal Halbfinale kann jetzt nur das Final Four in Köln unser Ziel sein", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb.

Seine Kollegen Alfred Gislason in Kiel und Ola Lindgren in Mannheim sehen das nicht anders. "Neben dem THW zählen für mich Barcelona, der HSV, Ciudad Real, Montpellier aber auch Veszprem und die Rhein-Neckar Löwen zu den Kandidaten für Köln", prophezeit Gislason ein ausgeglichenes Bild an der Spitze. Beide Vorjahresfinalisten, Kiel und Cup-Gewinner BM Ciudad Real, werden nicht mehr als uneingeschränkte Herrscher in der Königsklasse hofiert. Sowohl der THW (Lövgren, Karabatic, Kavticnik) als auch Ciudad Real (Rutenka, Zorman, Stefansson, Laen, Pajovic) haben schmerzliche Verluste im Kader erlitten.

Königsklasse "ein anderes Kapitel"

Pech für den THW und den HSV, dass sie sich bereits in der Gruppenphase mit den Mitfavoriten FC Barcelona und Ciudad Real duellieren müssen. Um die Chancen aufs Final Four zu erhöhen, ist es ratsam, Gruppensieger zu werden. Finanziell lohnt der Aufwand: Dem Cup-Gewinner winken 495 000 Euro. Die EHF schüttet in der aufpolierten Champions League so viele Prämien aus wie noch nie. Insgesamt drei Millionen Euro werden verteilt.

Das Bundesliga-Trio zeigte sich bei der Generalprobe für den europäischen Auftritt in Schuss. Die Rhein-Neckar Löwen fertigten am Mittwoch den TV Großwallstadt mit 32:25 ab, der HSV siegte nach souveräner Leistung mit 34:28 beim VfL Gummersbach. Einzig Meister Kiel hatte bei GWD Minden zunächst einige Probleme, ehe im Schlussspurt ein 32:25 heraussprang. "Die Champions League ist ein anderes Kapitel, aber die Mannschaft ist gut vorbereitet", meinte THW-Manager Uli Derad.