Der Aufstieg aus der tiefen Versenkung
28.07.09 - 00:10
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"Ich freue mich riesig für die Jungs, denn als Spieler aufzusteigen ist etwas ganz Besonderes", ließ Löhr seinem Herzen freien Lauf, nachdem für den späteren Meister der viertklassigen Baden-Württemberg-Oberliga bereits fünf Spieltage vor dem Saisonende der Aufstieg perfekt war.
Im Sommer 2006 musste die Spielbetriebs GmbH, von der die Bundesligamannschaft getragen wurde, Insolvenz anmelden. Die Mannschaft für die 2. Handball-Bundesliga konnte nicht mehr finanziert werden, absolvierte kein Spiel und stand damit als erster Absteiger fest. Der Verein verzichtete allerdings auf das damit gegebene Startrecht für die Regionalliga Süd in der Saison 2007/08 und ließ die erste Mannschaft in die viertklassige Baden-Württemberg-Oberliga zurückstufen.
Dort regenerierte sich jeder Club, der 1988 erstmals in die erste Bundesliga aufgestiegen und in Fahrstuhlmanier fast ganz oben ankam und 1992 zum dritten Mal in der wechselvollen Geschichte Deutscher Vizemeister wurde. 1968 wurde die SGL gar Deutscher Hallen- und 1969 Deutscher Feldhandball-Meister.
Am 23. August wird im Umfeld eines Testsspiels gegen den Erstligisten HSG Wetzlar in der heimischen Heinrich-Beck-Halle die Mannschaft begrüßt, die im August 1969 - also vor genau 40 Jahren - gegen Grün-Weiß Dankersen Deutscher Feldhandballmeister geworden war.
Neben den Glanzlichtern erfuhren die Nordbadenser auch jene Schattenseiten, die 1995 mit dem Abstieg in die 2. Liga, in der die SGL bis 2006 spielte, und der dann folgenden Insolvenz den Traditionsclub in die Knie zwang. Jetzt ist die SG Leutershausen wieder da. "Sie haben sich im zweiten Jahr nach der Wiedergeburt nicht beirren lassen und der SG die Treue gehalten", unterstreich "Macher" Uli Roth die Verbundenheit bei den Sponsoren und Fans gleichermaßen. Eines steht fest: "Wir bleiben bei unserem Konzept und unserer Philosophie; auf Abenteuer werden wir uns nicht einlassen", lautet die klare Botrschaft aus der Vorstandsebene.
Neu im Team des Regionalliga-Aufsteigers sind Kreisläufer und Abwehrstratege Dario Tokur (TSV Birkenau), das 17jährige Torwarttalent Roko Peribonio (TV Hemsbach), Rückraumspieler Sebastian Schubert (SV Fellbach), Lukas Tebbe (TSV Dormagen) sowie Außenspieler Max Schmitt (HSG Mannheim).


