Nur der SC DHfK Leipzig schafft Sprung in die 2. Liga
31.05.11 - 11:06
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Dem SC DHfK Leipzig ist als einziger Drittligist der Aufstieg in die einteilige 2.Liga gelungen. Dagegen wird der Traditionsverein SG Leutershausen für ein weiteres Jahr die 3.Liga bereichern.
Die Sachsen hatten nach dem 32:26 Sieg beim Drittliga-Nordmeister HSG Tarp Wanderup im entscheidenden Spiel den bisherigen Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV vor 1900 Zuschauern mit 32:25 aus dem Rennen geworfen. Eng verbunden ist die Leipziger Erfolgsstory mit dem ehemaligen Nationalspieler Stefan Kretzschmar, der 218 Länderspiele absolvierte und dabei 821 Tore erzielte. Der am 17. Februar 1973 in Leipzig geborene Handball hatte spätestens am 1. Dezember 2009 sein Herz für den Männerhandball in der sächsischen Messestadt entdeckt. Seit diesem Zeitpunkt arbeitet Kretzschnar ehrenamtlich im Aufsichtsrat der SC DHfK Handball Verwaltung GmbH. „Klar, dass die emotionale Bindung zu Leipzig bei mir dabei natürlich auch eine Rolle spielt“, gibt „Kretzsche“ unumwunden zu. Und er lässt somit auch seine Beziehungen spielen. Zuletzt holte der ehemalige Spieler und spätere Sportdirektor des SC Magdeburg eigens für die Relegation mit dem ehemaligen französischen Nationalspieler und Rechtsaußen Joel Abati (41, ehemals beim SC Magdeburg) und Torhüter Goran Stojanovic (41, Co-Trainer beim HSV) zwei Handballlegenden, die ihren Beitrag zum Aufstieg leisteten. Beide hatten ihre Karrieren längst beendet, sodass eine Verpflichtung während der laufenden Saison möglich wurde.
„Die Sehnsucht nach Handball in Leipzig ist groß“, betont Stefan Kretzschmar, der längst seinen Freund Andreas Rudolph ins Boot geholt hat, den Mäzen des Deutschen Meisters HSV Hamburg, der dem Vernehmen nach die Leipziger mit einem Betrag im hohen fünfstelligen Bereich unterstützen soll. „Unsere Partner vor Ort wollen mit uns in die Bundesliga und engagieren sich stark für dieses Ziel. Außerdem wächst unser „Bundesliga Club 500“ stetig weiter, und wir können auf eine breit aufgestellte Sponsorenschaft bauen. Für die 2. Bundesliga planen wir mit rund 700.000 Euro, um den Klassenerhalt zu schaffen“, unterstreicht Manager Günther. Das große Ziel in Leipzig lautet mittelfristig 1. Liga. Dann sollen die Gegner nicht mehr Bittenfeld oder Saarlouis lautet sondern Hamburg, Kiel, Flensburg oder Berlin.
Anders beim Südmeister SG Leutershausen, der sich gegen Zweitligisten HG Saarlouis nicht behaupten konnten und den möglichen Aufstieg in die 2.Liga um ein Jahr verschieben muss. Die „Roten Teufel von der Bergstraße“ verloren nach der 33:36 Heimniederlage nun auch das Rückspiel im Hessenkessel von Saarlouis vor 2000 Fans in der ausverkauften Stadtgartenhalle trotz eines furiosen Endspurts mit 34:35 (12:16). Damit haben sich die Saarländer für die einteilige 2. Liga qualifiziert. Leutershausen hatte seine Aufstiegschancen zu Hause verspielt. Im Hinspiel führte die Truppe von Trainer Holger Löhr und Rückraumass Daniel Häusler zur Pause noch deutlich mit 17:12.
Am mittelfristigen SGL-Ziel hat sich aber nichts geändert: „In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir schon aufsteigen“, unterstrich der Finanzchef Jörg Büssecker, der Steuerberater, früher selbst einmal Zweitliga-Spieler in Leutershausen, schon vor dem Saisonstart Und „Macher“ Uli Roth (49), Manager der Musikgruppe Pur und der SG Leutershausen, der seine große Handball-Karriere mit 151 Länderspielen und Olympiasilber 1984 in Los Angeles an der Bergstraße durchlebt hat, bleibt weiter dran: „Wir hatten ehedem den Aufstieg in die 2. Liga als mittelfristiges Ziel formuliert. Das bedeutet, dass er nicht in dieser Saison passieren musste.“
Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat der West-Drittligist OHV Aurich gemacht. In der Relegation gegen den Südvertreter HV Vallendar setzten sich die Ostfriesen auch im Rückspiel mit 26:24 (13:9) durch. Aurich hatte bereits das Hinspiel in Vallendar vor rund 600 Zuschauern überraschend deutlich mit 36:25 (17:11) für sich entschieden. Im „Endspiel“ um den Klassenerhalt treffen nun am Himmelfahrtstag (2.Juni, 19 Uhr) der Ostzehnte HG 85 Köthen und der OHV Aurich aufeinander. „Wir sind gegen Aurich nicht chancenlos,“ glaubt Heinz Prokop, der Trainer der Sachsen-Anhaltiner, der die Ostfriesen bereits in Vallendar persönlich beobachtet hatte. Den Optimismus setzt ein Heimsieg voraus. Bereits am 4. Juni steigt der Sparkassenarena in Aurich das Rückspiel. Der Sieger aus beiden Begegnungen spielt auch in der Saison 2011/12 in der 3.Liga.


