HSV Hamburg - Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach - TUS N-Lübbecke - Lufthansa Final Four 2010 - Das Handball-Highlight vor 13000 Fans - Handball - Handball-M DHB-Pokal - Artikel - Handballwoche
Lufthansa Final Four 2010

Das Handball-Highlight vor 13000 Fans

Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der DHB-Pokalendrunde in Hamburg. Beim Lufthansa Final Four, das insgesamt zum 18. Mal ausgetragen wird und zum 17. Mal in der Elbmetropole stattfindet, kämpfen die vier Teams des HSV Hamburg, der Rhein-Neckar Löwen, des TuS N-Lübbecke und des VfL Gummersbach in zwei Halbfinals und einem Finalspiel vor jeweils 13.000 Besuchern um den diesjährigen Pokalsieg.
Den Auftakt bildet dabei die Begegnung der Rhein-Neckar Löwen, die im ersten Halbfinalmatch gegen den VfL Gummersbach antreten müssen (Anwurf 13.15 Uhr). Die Rhein-Neckar Löwen konnten sich bereits zum fünften Mal in Serie für das Final Four in Hamburg qualifizieren. Doch trotz großartiger Auftritte – den ersten absolvierten sie 2006 noch unter dem Namen SG Kronau/Östringen – gelang den Badenern bislang noch nicht der große Wurf. 2006 und 2007 erreichten sie das Finale, verloren aber zweimal unglücklich, 2008 und 2009 war jeweils im Halbfinale gegen den späteren Sieger THW Kiel Schluss. Das soll in diesem Jahr anders werden, weil zumindest der Einzug ins Finale diesmal nicht über Kiel, sondern über den VfL Gummersbach führt. Dennoch ist Trainer Ola Lindgren gewarnt. Der VfL Gummersbach schlug im Viertelfinale überraschend den THW Kiel aus dem Wettbewerb und stand im vergangenen Jahr im Finale. Mit einem Halbfinalerfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen winkt nicht nur die zweite Finalteilnahme in Folge, sondern – falls auch der HSV Hamburg weiterkommt – erneut auch die sichere Teilnahme an einem Europacup-Wettbewerb.
Der HSV Hamburg spielt in seiner Heimhalle, der Color Line Arena, und trifft dabei im zweiten Halbfinale auf den TuS N-Lübbecke (Anwurf 15.15 Uhr). Als Tabellenführer und Mitfavorit auf die Meisterschaft und als Viertelfinalist der Champions League – der HSV muss in der Runde der letzten Acht gegen den spanischen Vertreter Ciudad Real ran – darf der Klub aus der Elbmetropole im Spiel gegen die Ostwestfalen als Favorit gelten. Schon allein die nominellen Besetzungslisten der jeweiligen Teams legen diesen Schluss nahe. Der TuS, der als Aufsteiger bislang eine richtig gute Saison spielt, ist sicher der große Außenseiter. Zudem darf die erste Teilnahme an einem Final Four als der wohl größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte des Traditionsklubs gewertet werden. Möglicherweise ist es genau dieser Umstand, dass das Team von Trainer Patrick Liljestrand in Hamburg ohnehin nicht mehr enttäuschen kann, aus dem der TuS seine Stärke bezieht.
Die beiden Sieger der Halbfinal-Begegnungen werden am Sonntag im Finale den Pokalgewinner des Jahres 2010 ermitteln (Anwurf 13.15 Uhr). Für alle Begegnungen des Wochenendes gilt: Es muss eine Entscheidung her. Sollte es nach regulärer Spielzeit unentschieden stehen, so wird das Spiel noch einmal um zwei mal fünf Minuten verlängert. Sollte danach noch immer kein Gewinner ermittelt worden sein, entscheidet ein Siebenmeterwerfen. Ein eventuell erforderliches Spiel um Platz drei, um den Teilnehmer am Europacup der Pokalsieger zu ermitteln, fände bereits am späten Sonntagvormittag um 10.45 Uhr statt.