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Final Four das große Ziel des Ex-Nationalspielers

Niemeyer will nach Hamburg

Arne Niemeyer möchte nach Hamburg zurückkehren und zwar am zweiten April-Wochenende. Mit dem TuS N.-Lübbecke will der 28-jährige Rückraumspieler den Sprung zu den Final Four schaffen. Der Ex-Nationalspieler im Interview:

>Am Samstag steht der TuS N-Lübbecke vor dem großen Sprung ins Final Four. Sie und Ihre Mannschaft spielen gegen einen unterklassigen Verein. Da stehen die Aussichten nicht schlecht, oder?
Arne Niemeyer: „Ohne den Bergischen HC herabsetzen zu wollen, haben wir uns schon über dieses Viertelfinallos gefreut. Als Erstligist gehen wir natürlich als Favorit in die Begegnung. Das ist eine einmalige Chance für uns, die wir auch nutzen wollen. Wir werden motiviert sein bis in die Haarspitzen. Als kleinerer Bundesligist, wie wir es sind, brauchst du eben auch ein wenig Losglück. Ich bin sicher, dass wir uns diese Gelegenheit nicht nehmen lassen."

 >Abgesehen vom finanziellen Mehrwert einer solchen Qualifikation: Was würde die Teilnahme am Final Four dem Klub und seinen Fans bedeuten?
Was finanziell für den Klub dabei herausspringt, weiß ich wirklich nicht. Aber das Final Four hat sich inzwischen zum größten und schönsten deutschen Handball-Ereignis entwickelt. Da werden 13.000 Zuschauer in der Halle sein und Millionen daheim vor den Bildschirmen. Das wäre für das Image des TuS N-Lübbecke richtig super.“

>Der TuS wäre sicher nur Außenseiter in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld. Kämen die Fans dennoch in Scharen nach Hamburg?
„Das glaube ich ganz sicher. Die werden sich doch solch ein Erlebnis nicht entgehen lassen. Unsere Fans sind derart handballverrückt, dass das uns zugestandene Kartenkontingent dann sicher sehr rasch vergriffen wäre.“

>Sie selbst waren schon mehrmals mit Ihren Ex-Klubs Minden und Hamburg dabei. Was macht dieses Pokalgefühl aus?
Zweimal war ich dabei, allerdings jeweils nur hinter der Bank. Insofern ist das für das Spiel am Samstag ein Riesenansporn, zu gewinnen und endlich in Hamburg auch mal aufzulaufen.“

>Angenommen Sie spielen das Halbfinale gegen den HSV Hamburg: Hegen Sie Revanchegefühle?
Es ist immer etwas Besonderes gegen seinen Ex-Klub aufzulaufen. Ich kenne die meisten Spieler ja noch persönlich. Da will man natürlich zeigen, dass man es noch draufhat. Aber Revanchegefühle habe ich keine. Wieso auch?“

>Immerhin ist Ihre Nationalmannschaftskarriere nach dem Wechsel in die Hansestadt gewaltig ins Stocken geraten.
„Das sehe ich heute sehr entspannt. Wenn das Thema noch einmal auf mich zukäme, wäre das in Ordnung, andersherum aber auch. Ich konzentriere mich gegenwärtig voll auf meinen Klub. Und da haben wir jetzt eine schöne Herausforderung vor uns.“

>Gibt es noch Kontakte zwischen Ihnen und Heiner Brand?

„Kaum. Er hat ja gute Jungs in seinen Reihen. Sicher ist diese EM nicht richtig gut gelaufen, aber der Druck war gewaltig. Ich glaube aber, dass diese Mannschaft noch ein richtig großes Potenzial besitzt.“

>Als ehemaliger Mindener hatten Sie es möglicherweise zu Beginn nicht leicht beim Lokalrivalen in Nettelstedt. Wären Sie mit der Quali endgültig angekommen?
Wissen Sie, diese beiden Standorte liegen so dicht beieinander, dass sich daraus eine sehr spezielle Situation ergibt. Insofern war mein Wechsel als ehemaliger Mindener zum TuS ganz sicher nicht alltäglich. Aber von allem Anfang an hat das Umfeld des Klubs und die Umgebung mich mit viel Wohlwollen aufgenommen. Auf GWD-Seite kam der Wechsel natürlich nicht ganz so gut an, aber jeder, der die Dinge neutral betrachtete, sagte mir, dass ich alles richtig gemacht hätte. Jetzt werde ich natürlich alles geben, um den TuS zum Final Four zu bringen. Das ist enorm wichtig für mich, für die Mannschaft, für das Umfeld und die Fans.“

KOMMENTARE

Jaycee, 06.01.15, 09:15 Uhr
I have been so beiwldered in the past but now it all makes sense! mehr »
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