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DHB-Pokal: Flensburg trotz Niederlage zufrieden

Nur Sieger nach dem ersten Nordderby

Nach dem Nordderby ist vor dem Nordderby. Das Erreichen des Viertelfinales im DHB-Pokal, zum zehnten Mal in Folge, hat der THW Kiel schnell abgehakt, nun wartet der Bundesliga-Gipfel gegen den HSV Hamburg. Da auch Flensburgs Trainer Per Carlen trotz des Ausscheidens der SG zufrieden war, hatte der Pokalknüller nur Gewinner.

Die SG Flensburg-Handewitt ist weiter im Aufwind, doch für den Erzrivalen THW Kiel reicht es noch nicht. Im Achtelfinale des DHB-Pokals nutzte der Rekordmeister aus Kiel eine zehnminütige Schwächephase der SG, um die Partie mit 31:26 (12:12) zu gewinnen und die Runde der letzten acht Teams zu erreichen. „Es war viel enger, als es das Ergebnis aussagt“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Noch ein Sieg bis zum Final Four

Trotz der Niederlage war auch SG-Coach Per Carlén zufrieden mit seinem Team. Die Mannschaft habe sich weiter entwickelt, betonte er. Entscheidend waren Mitte der zweiten Hälfte Umstellungen in der Abwehr der Zebras. „Dann lief es besser“, sagte Gislason. Flensburg dagegen brauchte zu lange, um sich darauf einzustellen. Die Folge: Elf Minuten lang blieb das Carlén-Team ohne Treffer. In dieser Zeit warf der Pokalgewinner der vergangenen drei Jahre vor knapp 6.300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle mit sechs Treffern den entscheidenden Vorsprung heraus. Dem THW fehlt nun nur noch ein Sieg für das Erreichen des Final-Four-Turniers in Hamburg.    

Carlén blickte positiv auf die Leistungssteigerung seines Teams in der letzten Zeit. In der Bundesliga hatte der dreimalige Pokalsieger die Partie in der Campushalle gegen Kiel noch ohne jegliche Chance mit 33:41 verloren. „Da waren wir drei Schritte zurück. Jetzt ist Kiel nur noch einen vor uns“, meinte er stolz. Nach den überraschenden Auswärtssiegen gegen die Rhein-Neckar Löwen und den VfL Gummersbach in der Bundesliga sieht Carlén sein Team trotz der Niederlage auf dem richtigen Weg. „Wir haben das 45 Minuten lang taktisch super gemacht.“ SG-Torhüter Dan Beutler stimmte zu: „Ein Millimeter hat gefehlt.“

Knudsen hat den Kopf frei

Vor allem SG-Kreisläufer Michael Knudsen zählte zu den Stützen seines Teams und wehrte sich bis zuletzt gegen die Niederlage. Der dänische Nationalspieler, der seinen Vertrag bei der SG wenige Tage zuvor um drei Jahre verlängert hatte, war mit sieben Treffern bester Flensburger Schütze. „Der Kopf ist jetzt frei und ich kann nach vorne schauen“, betonte er.

THW-Trainer Alfred Gislason blickte bereits auf das Bundesliga-Spitzenduell gegen den HSV Hamburg am Sonntag. „Ich habe meinen Spielern gesagt, das Spiel gegen Flensburg ist viel wichtiger. Trotzdem wollen wir jetzt auch gegen Hamburg gewinnen.“ THW-Manager Uli Derad betonte: „Wir freuen uns nur kurz über den Sieg, dann beginnt die Vorbereitung auf das HSV-Spiel.“