Riesenfeier nach dem Pokal-Coup des VfL gegen Lemgo - Schwartauer Helden träumen vom Final Four - Handball - Handball-M DHB-Pokal - Artikel - Handballwoche
Riesenfeier nach dem Pokal-Coup des VfL gegen Lemgo

Schwartauer Helden träumen vom Final Four

"Hey, das geht ab, wir feiern die ganze Nacht, die ganze Nacht!" Nach dem Pokal-Wahnsinn, dem 29:28 gegen das Starensemble aus Lemgo, gab es für den VfL bad Schwartau kein Halten mehr. Selbst während der Pressekonferenz im proppevollen Hallenfoyer, erst recht bei den spontanen After-Partys in Martin Zeschkes WG in der Lübecker Engelsgrube und anschließend im Jazz-Café schmetterten Schwartaus VfL-Handballer und ihre euphorisierten Fans ihre neue Hymne: Hey, das geht ab! Die VfL-Gemeinde im Rausch. Erst morgens um vier war die Party aus.

Doch nicht alle konnten mitfeiern. Flugzeuggeräte-Mechaniker Dennis Tretow (erstligareif, sensationelle Treffer von Linksaußen) und -Elektroniker "Matze" Hinrichsen (führte klug Regie) standen um 6 Uhr schon wieder auf dem Hamburger Flughafen. Keeper Tobi Mahnke (stach nach der Pause TBV-Goalie Galia aus) paukte fürs Studium. Und der angehende Physio Jan Schult (Solist im Rückraum, zündete zehn Raketen) musste die Schulbank drücken. "Job ist Job, die Fete müssen wir aufs Wochenende verschieben", nahm es Hinrichsen gelassen. Doch so richtig fassen konnte er den Triumph auch gestern eben so wenig wie Geschäftsführer Sven Jonas: "Der Wahnsinn, ich kann es noch immer nicht glauben."

Ein Heimspiel gegen Bernburg

Auch Spieler-Trainer Thomas Knorr stimmte, wenn auch mit heiserer Stimme, in den Kanon mit ein: "So etwas erlebt man nicht alle Tage. Da liegst du mit fünf zur Pause zurück, triffst sechsmal in Folge, liegst wieder zurück und gewinnst noch. Und das gegen Lemgo, das ist ja keine Gurkentruppe." Erst drei Sekunden vor Schluss, als Peter Kasza zum goldenen Wurf abhob, sei ihm bewusst gewesen, "dass wir gewinnen können". Und nun?

Gibt es einen Wunschgegner für die Auslosung am Sonntag, am Rande des Erstligaspiels Kiel gegen Göppingen? "Bernburg oder Essen, dazu ein Heimspiel, da ist die Hütte wieder voll und wir haben eine gute Chance aufs Viertelfinale. Dann wär's nur noch ein Spiel bis Hamburg", träumt Kevin Jahn, der Turm in der Abwehrschlacht, schon vom Final Four. "Ein Spiel in Kiel wäre auch ein Traum", präferierte Jonas hingegen eine andere Variante. Für den Herrn der VfL-Zahlen hat sich der Pokal-Höhenflug schon jetzt gelohnt. Knapp 13000 Euro flossen aus allen drei Partien bisher in die VfL-Schatulle. Genauso wichtig: Der Auftritt von Kasza & Co. begeisterte drei potenzielle Sponsoren.

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden
MEISTGELESENE ARTIKEL