Exklusiv-Interview mit HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann - "Stimmung und Atmosphäre sind unvergleichlich" - Handball - Handball-M DHB-Pokal - Artikel - Handballwoche
Exklusiv-Interview mit HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann

"Stimmung und Atmosphäre sind unvergleichlich"

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann stand der HANDBALLWOCHE Rede und Antwort.

> Herr Bohmann, wie lautet mit einer Woche Abstand Ihr Fazit zum  Lufthansa  Final4 2011?
Frank Bohmann: „Das Lufthansa Final4 ist seit vielen Jahren der Saisonhöhepunkt der TOYOTA Handball-Bundesliga. Wir investieren dabei sehr viel in Ablaufplanung, Programmierung und Fankultur. Das Lufthansa Final4 ist hierbei die Referenz für viele andere Handball- und Sportveranstaltungen und die Stimmung und Atmosphäre sind unvergleichlich. Viel wichtiger als der Veranstaltungsrahmen sind aber die sportlichen Leistungen der vier Teams. Hier haben wir diesmal nicht die Dramatik und Sekundenentscheidungen des vergangenen Jahres erreicht. Dennoch haben wir wieder Weltklassehandball gesehen.“

> Was bleibt bei Ihnen am meisten hängen von dieser Veranstaltung?
„Es sind vor allem die enthusiastischen Fans, die unabhängig vom Erfolg ihrer Mannschaft den Handball feiern. Dies kann man sehr gut, an den Fanblocks der im Halbfinale unterlegenen Mannschaften ausmachen. Es blieb auch am Sonntag, als die eigene Mannschaft gar nicht mehr angetreten ist, kein Sitz frei. Dann sind es natürlich die Momentaufnahmen wie z.B. die Freude von Christian Zeitz, als er zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, die vom jungen Trompeter Marquardt Petersen angestimmte, Gänsehaut liefernde Nationalhymne, die große Unterstützung die Joachim Deckarm in jedem Jahr durch das Publikum erfährt oder auch wenn der neue DHB Pokal von den Siegern in die Höhe gehalten wird.“

> Wie wichtig ist das Final4 in wirtschaftlicher Hinsicht für die HBL?
„Der Umsatz des Lufthansa Final Fours hat sich seit 2003, als wir das Finale erstmals in der O2 Arena (damals Colorline-Arena) veranstalteten, vermehrfacht. Der wesentliche Teil der Überschüsse wird an die 4 Teilnehmer ausgekehrt. Der Betrag, der letztendlich für die HBL übrig bleibt, ist vor allem für die Weiterentwicklung des Events wichtig. Viel massgeblicher ist es, dass das Lufthansa Final4 eine Visitenkarte für den deutschen Handball ist, die über unsere vielen Medienpartner in die ganze Welt getragen wird. Es trägt daher nicht unwesentlich zur Marken- und Imagebildung der Liga und des Handballs insgesamt bei.

> Vor einem Jahr mussten Sie und Ihre Kollegen selber kurzfristig in die Vermarktung der Veranstaltung einspringen. Wie ist das in diesem Jahr gelaufen? Und waren Sie mit den Marketing- und Vermarktungsergebnissen zufrieden?
„Nach dem Ausfall unseres Vermarkters im vergangenen Jahr, haben wir die Werbevermarktung wieder selbst in die Hand genommen. Beim Lufthansa Final4 fällt uns diese Aufgabe relativ leicht, weil es hierfür in der werbetreibenden Industrie ein grosses Interesse gibt. Wir haben hierbei das Ergebnis noch mal deutlich steigern können, obwohl die Eventvermarktung bei uns kein eigener Geschäftsbereich ist und en passant von Mark  Schober und mir geleistet wird. Dauerhaft werden wir hierfür eigene Strukturen schaffen müssen. Ein entsprechender Vorschlag liegt dem Präsidium der HBL zur Entscheidung vor.“

> Hamburg ist ein idealer Standort für dieses Turnier, keine Frage. Sehen Sie aber dennoch Alternativen zur Hansestadt als Austragungsort?
„Hamburg ist ein wirklich großartiger Standort, an dem wir auch 2012 das Lufthansa Final4 austragen und der auch für die Folgezeit unser erster Ansprechpartner ist. An der Qualität von Hamburg werden sich andere mögliche Standorte wie etwa Köln, Berlin, München, Mannheim oder Düsseldorf messen müssen. Wesentlich für die mittelfristige Positionierung wird aber auch Austragungsort und -zeitpunkt des Velux Final4 der EHF sein. Wir hatten das Problem, dass bis kurz vor der Veranstaltung drei der vier  Teilnehmer des Lufthansa Final4 mögliche Teilnehmer auch für das namensgleiche CL Finale waren, das auch in diesem Jahr in Köln stattfindet.  Dies führt bei Partnern und Fans zu Konfusionen und Entscheidungsprozessen, zu welchem Finale man anreisen möchte. Hier müssen wir zusehen, dass es nicht zu einer Kannibalisierung der beiden Veranstaltungen kommt. Ich halte es daher für notwendig, dass die EHF ihr Premiumprodukt dazu verwendet, den Handball auch an anderen Standorten  weiter zu entwickeln. Es hat die potentielle Stärke, den Erfolg, der in Köln erzielt wird auch in London, Kopenhagen, Montpellier oder Barcelona zu erzielen. Es ist auch aus sportlichen Gesichtspunkten gerechter, den Standort für das Velux Final4 alternierend in andere Länder zu wechseln. Das Lufthansa Final4 um den DHB Pokal hat schließlich nicht die Möglichkeit einen Standort außerhalb von Deutschland zu wählen.“

KOMMENTARE

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