Stojanovic stürzt den THW Kiel
07.02.10 - 15:39
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Der VfL Gummersbach hat die größte Überraschung des Viertelfinales geschafft: Mit 35:28 (21:12) gewann die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic gegen den THW Kiel – vor allem auch sensationell hoch - die Neuauflage des letztjährigen Endspiels und qualifizierte sich damit für das Final Four in Hamburg.
In der ausverkauften Eugen-Haas-Halle legte der VfL die mit Abstand beste erste Hälfte der Saison hin. Die schnelle 3:0-Führung (2.) wurde über 9:4 (10.) und 15:7 (17.) bis zur Pause auf 21:12 ausgebaut. Die Erklärung, ebenso simpel wie rätselhaft: Bei den Gastgebern, allen voran Torhüter Goran Stojanovic, Linkshänder Adrian Pfahl und der von Pfahl und Viktor Szilagyi immer wieder bestens frei gespielte Kreisläufer Robert Gunnarsson, funktionierte nahezu alles – beim THW lief in Deckung und Angriff überhaupt nichts zusammen.
Vor allem Filip Jicha, Kim Andersson und Momir Ilic liefen nach ihren starken EM-Leistungen völlig neben der Spur. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, sagte Kiels Manager Uli Derad zur Pause ratlos und forderte: „Wir müssen uns zurück in die Partie kämpfen.“
Doch das blieb ein frommer Wunsch des Managers: Gestützt auf Stojanovic, der vor allem seinem Ex-Mannschaftskollegen Ilic, aber auch den Kieler Außen mit seinen Paraden eine schlaflose Nacht bereitete, bauten die Gummersbacher ihre Führung sogar bis auf 24:14 (36.) aus, ehe dem VfL langsam etwas die Kraft ausging. Trotzdem brauchten die oberbergischen Fans aber nicht mehr zu bangen: Näher als auf sechs Tore kam der völlig indisponierte THW nicht mehr heran.
Das Spiel in der Statistik
VfL Gummersbach – THW Kiel 35:28 (21:12)
VfL Gummersbach: Stojanovic, Lucau; Krantz (1), Wagner (3), Vukovic (6), Multhauf, Kammer, Lützelberger, Eisenkrätzer, Gunnarsson (8), Szilagyi (3), Pfahl (6), Rahmel, Zrnic (8/3).
THW Kiel: Omeyer, Gentzel; Lund (1), Wessig, Andersson (2), Lundström (6), Anic, Sprenger (2), Ahlm (5), Zeitz (1), Palmarsson, Ilic (3), Klein (1), Jicha (7/2).
Zuschauer: 2.200 (ausverkauft). – Schiedsrichter: Methe/Methe. – Zeitstrafen: 10:14 Minuten. – Disqualifikation: Andersson (60., grobes Foulspiel). - Siebenmeter: 4/3:9/6.



