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In Lemgo hängt nach der Pokalpleite der Haussegen schief

Trainer Mudrow droht den TBV-Stars

Zur Pause mit fünf Toren geführt. Am Ende mit 28:29 verloren. Der TBV Lemgo taumelte gestern Abend beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau in eine neuerliche, folgenschwere Pokalpleite. Nun drohen Konsequenzen "Jetzt müssen unbequeme Entscheidungen getroffen werden", lautete die Kernbotschaft, die Trainer Volker Mudrow nach dem bitteren Aus knallhart formulierte.

Als Linkshänder Peter Kasza zwei Sekunden vor Schluss mit einem lang gezogenen Wurf zum 29:28 die Sensation der 3. DHB-Pokal-Hauptrunde perfekt machte, verließ die TBV-Corona fluchtartig die Stätte der Schmach. Es war das einzige Mal an diesem denkwürdigen Abend, dass die Mannschaft Geschlossenheit verriet.

"Weiß nicht, ob es Arroganz ist"

Dabei hatten die Lipper anfangs ordentlich ins Spiel gefunden. Als Mudrow beim 4:6 von der 5:1-Abwehrformation abrückte und auf 6:0 umstellte, war der Schwartauer Elan gebremst. Zudem schien der nach zwei Nullnummern verunsicherte Holger Glandorf wieder in die Spur zurückzufinden.

Beim 17:12 zur Halbzeit deutete nichts auf das folgende Desaster hin. "Da wirkten wir stabil, haben ordentlich gedeckt und uns gut bewegt", urteilte Lemgos Geschäftsführer Volker Zerbe.
Doch in der zweiten Hälfte wurden alle diese Attribute fallen gelassen. "Ich weiß nicht, ob es Arroganz ist. Doch die Mannschaft hat miteinander nicht mehr funktioniert", schnaufte Zerbe nach der Pokalpleite beim Zweitligisten.

"Einfach ein Rätsel"

Bei den Spielern herrschten Niedergeschlagenheit und Frustration. "Es ist einfach nicht zu erklären, wir haben in der zweiten Halbzeit einfach versagt. Woran das liegen kann ist uns ein Rätsel", brachte es Holger Glandorf auf den Punkt. "Wir haben einfach schlecht gespielt, auch in der ersten Halbzeit war es schon nicht wirklich gut, aber dennoch haben wir das Spiel deutlich im Griff gehabt", war auch Tamas Mocsai einen Tag nach der Pleite ratlos.