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Ängstliche Kadetten

Die Kadetten aus Schaffhausen können Schweizer Handballgeschichte schreiben. Ein EHF-Cup-Sieg wäre der größte Erfolg einer Clubmannschaft seit dem Challenge-Cup-Triumph von Wacker Thun 2005. Doch zur "Halbzeit" des dritten Duells mit einem Bundesligagegner schien der Druck, etwas Historisches leisten zu können, zu groß zu sein. "Wir haben sehr ängstlich begonnen und 22 Bälle verschossen. Mit solch einer Quote und vielen technischen Fehlern ist es schwer, ein besseres Ergebnis zu holen", monierte Trainer Peter Hrachovec (37), den die Kadetten 2007 als Ersatz-Rechtsaußen von der SG Kronau-Östringen verpflichteten. Gleich in seinem ersten Trainerjahr hat der 13-malige tschechische Nationalspieler aus Zubri die Männer vom Rheinfall zum vierten Meistertitel geführt.

Um das Sahnehäuptchen einer großartigen Saison müssen die Eidgenossen nun aber bangen. Ausgerechnet Torjäger Manuel Liniger, der ab Sommer für den TBV stürmt, ging gänzlich leer aus. Auch Mait Patrail, den Lemgo gerne als weiteren Rückraumspieler verpflichten möchte, konnte sein Potenzial nicht ausreizen. Mit fünf Treffern war der Este zwar Schaffhausens bester Schütze, doch leistete er sich neun Fehlversuche. So bleibt nur noch die Hoffnung auf das Rückspiel. Kadetten schaffhausen