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Auch die Polizei konnte den VfL nicht stoppen

Eine Durststrecke von 18 Jahren musste Altmeister VfL Gummersbach überstehen, bevor er im Vorjahr mit dem Gewinn des EHF-Cups endlich wieder einen Titelgewinn feiern konnte. Diesmal dauerte es nur ein Jahr, ehe die Schützlinge von Trainer Sead Hasanefendic wieder einen internationalen Triumph bejubelten. Und gefeiert wurde ordentlich: Schon unmittelbar nach dem Titelgewinn am späten Donnerstagabend feierten die VfL-Stars mit den mitgereisten Fans in Granollers vor den Toren Barcelonas.

Und die Gummersbacher, die trotz des Abgangs der Leistungsträger Momir Ilic, Nandor Fazekas und Alexandro Alvanos und Gehaltseinbußen eine sensationelle Saison spielten, machten die Nacht buchstäblich zum Tag. "Die Jungs sind ein Team geworden, das seinesgleichen sucht, und haben auch angesichts der finanziellen Probleme nie den Kopf hängen lassen", lobte Gummerbachs Geschäftsführer Axel Geerken die Mannschaft. Und die ließ sich auch nicht von der spanischen Polizei stoppen. Nach der Auflösung der Pokalparty fuhr die VfL-Delegation kurzerhand mit dem Taxi in den berüchtigten Party-Badeort Lloret de Mar, wo bis zum Morgen weiter gefeiert wurde.

Damit nicht genug: Bei der Rückkehr am Freitag bereitete ihnen der VfL-Fanclub einen triumphalen Empfang, bevor am Samstagmorgen der offizielle Empfang der Stadt Gummersbach stattfand. Nach Korsofahrt und der Eintragung ins "Goldene Buch" der Stadt im Rathaus, wo Bürgermeister Frank Helmenstein die Bedeutung des VfL für die Stadt hervorhob, wurden die Gummerbacher Pokalhelden auf dem Rathausplatz bei strahlendem Sonnenschein von rund 2000 Handballfans begeistert gefeiert.

Und auch die EHF, die sich im Vorfeld der Finalspiele mit ihrer Terminplanung den Unwillen der VfL-Macher zugezogen hatte, sorgte so etwas wie "Wiedergutmachung" und lud den frisch gebackenen Cupsieger zum Final-Four in die Kölner Lanxess-Arena ein, wo sie den Triumph des THW Kiel mitansehen konnten.

Unabhängig vom Titelgewinn gab es für Trainer Sead Hasanefendic und Rückraumspieler Adrian Pfahl noch weitere Gründe zur Freude: Der Kroate wurde von den Bundesligatrainerm und Managern zum "Trainer der Saison 2009/10" gewählt und Pfahl erhielt von Heiner Brand eine Einladung zu den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Griechenland. VfL Gummersbach