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EHF-Pokal: Göppingen muss ans Limit gehen

Die Warnung war da, denn Göppingens Coach Velimir Petkovic sagte gleich nach dem Hinspiel, "dass immer noch weitere 60 Minuten auf dem Plan stehen, bevor wir vom Viertelfinale sprechen können". Diese Mahnung hatten aber offensichtlich die Gastgeber ernster genommen als die Schwaben. So suchten die Dänen ihr Heil in einer sehr offensiven und aggressiven Abwehrarbeit, und hatten damit lange Zeit Erfolg. Die deutschen Rückraumbomber Lars Kaufmann und Michael Thiede wurden scharf markiert. Zudem zeigte sich Aalborgs Schlussmann Sören Rassmussen in Topform.

Nach knapp sechs Minuten stand es 5:0, und die Schwaben waren schon mehr als konsterniert. Die Gefahr gleich zu Beginn unter die Räder zu kommen, war auch Velimir Petkovic nicht entgangen, und so beantragte er erst einmal eine Auszeit. Die half den Göppingern zunächst, denn Kaufmann konnte in der achten Minute endlich den ersten Treffer für die Schwaben erzielen. Die gut 60 mitgereisten Anhänger des zweifachen Europacupsiegers schöpften nun Hoffnung, die aber nicht lange währte, denn Aalborg blieb weiter am Drücker und konnte sich bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit gar auf acht Tore absetzen (15:7/29.). Der Vorsprung von neun Toren aus dem Hinspiel, war damit schon so gut wie dahin. Auf Seiten des deutschen Altmeisters waren nun alle froh, dass es erst einmal in die Pause ging. In der Velimir Petkovic wohl aufbauende Worte gefunden haben muss, denn Frisch Auf Göppingen spielte zunächst wesentlich konzentrierter, insbesondere in der Abwehr wurde nun konsequenter zugepackt und Torwart Enid Tahirovic war immer öfter am Ball. Die Schwaben verkürzten bis zur Mitte des zweiten Durchgangs auf drei Tore (19:16/44.), aber die Dänen setzten druckvoll nach und erhöhten in der 54. Minute wieder auf sieben Tore (26:19). Göppingen konnte dennoch mit drei Treffern in Folge kontern. Den Dänen schwanden nun zusehends die Kräfte und Göppingen war in der Lage, die Niederlage in Grenzen zu halten. Frisch Auf steht damit im Viertelfinale.