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Etwas Luft im Abstiegskampf

Die MT Melsungen hielt dem Druck stand. Dem des Siegen-Müssens, um sich nach sechs Spielen ohne Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf der Bundesliga zu verschaffen. Das gelang mit einem 33:28 (17:16) gegen den TV Großwallstadt, dem ersten Erfolgserlebnis des Jahres 2011 überhaupt, welches mit einer starken Leistung besonders in der zweiten Halbzeit gegen durchaus selbstbewusst aufgetretene Gäste einherging.

Die Partie kam schwer auf Touren, was zum einen auf der verständlichen Anspannung auf Melsunger Seite und zum andern auf den starken Abwehrreihen auf beiden Seiten lag. MT-Trainer Roth ließ seine Defensive mit den vorgezogenen Brouko und Allendorf agieren, denen es zunächst ganz gut gelang, den Großwallstädter Rückraum in Schach zu halten. Auch die Versuche von Spielmacher Köhrmann, an den Kreis aufzulösen, fruchteten nicht.

Einziges Problem: Zuviel Raum für Kreisläufer Larsson, was den Gästen nach 13 Minuten dank dreier Treffer des Schweden eine 7:5-Führung bescherte. Bei doppelter Unterzahl spitzte sich die Situation für die MT noch mehr zu, doch sie meisterten sie bravourös. Dergestalt, dass Michael Allendorf und Grigorios Sanikis in dieser Phase zum 8:8 ausgleichen konnten. Die Melsunger machten es besser und erspielten sich in Überzahl eine 12:10-Führung (21.). Dabei zahlte sich die Maßnahme, auf eine 5:1-Abwehr umzustellen, prompt aus.


Nervenstarke Hessen

Damit waren die Fesseln gelöst, das Spiel nahm Fahrt auf. Besonders Alexandros Vasilakis, der in der zweiten und dritten Welle kaum zu halten war. Und Savas Karipidis, von außen stets gefährlich und gegen Andersson mit der nötigen Nervenstärke im Abschluss. Bei Großwallstadt entpuppte sich die Leichtigkeit des Mittelfeld-Seins als echter Vorteil, mit der sie diesen vermeintlichen Trümpfen des Gegners begegneten - und dran blieben.Und die Gastgeber unmittelbar nach dem Wechsel mit blitzschnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff überraschten. Die Folge: drei Tempogegenstoßtore von Michael Spatz zum 19:21 (35.). Die Melsunger antworteten mit fünf Toren in Folge, zwei davon in Überzahl. Das war noch nicht die endgültige Feldhoheit, machte aber genügend weitere Kräfte frei, um die Gäste fortan spielerisch in Schach zu halten. Auch ein Verdienst des eingewechselten Vitali Fehchanka, der sogar seinem keineswegs enttäuschenden Kollegen Andersson den Rang ablief.