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Rumpfteam erledigt Pflichtaufgabe

Göppingen lässt in Velenje nichts mehr anbrennen und zieht ins Halbfinale ein

Frisch Auf Göppingen steht im Halbfinale um den EHF-Cup. Und das trotz der 22:26-Niederlage am Sonntag bei Gorenje Velenje, denn die Slowenen waren nicht in der Lage, den 13-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Die Schwaben waren aber auch erheblich dezimiert in das Rückspiel gegangen. Abwehrchef Dalibor Anusic blieb verletzt gleich zu Hause, Miladin Kozlina war nicht spielberechtigt und Lars Kaufmann musste mit Fieber im Hotel das Bett hüten. Zudem gingen Christian Schöne, Dragos Oprea und Manuel Späth angeschlagen ins Spiel. Und so kam Fabian Gutbrod zu einer Doppelschicht. Denn der Rückraumspieler kam erst um vier Uhr morgens mit dem TV Neuhausen vom Zweitligaspiel in Eisenach zurück und fuhr nur viereinhalb Stunden später dann mit Frisch-Auf-Manager Gerd Hofele gen Slowenien.

Trotzdem schlug sich die Göppinger Rumpftruppe zunächst sehr gut. Zur Halbzeit lag der zweifache Europacupsieger nur mit einem Tor zurück (11:10). Und dabei schonte Göppingens Trainerfuchs seine Stammkräfte. Spielmacher Michael Haaß blieb ab der 20. Minute erst mal draußen, Christian Schöne wurde durch Kai Häfner ersetzt und Manuel Späth spielte nur in der Abwehr. Aber auch der junge Max Schubert unterstützte Dragos Oprea auf der linken Seite. Und dann kam auch Fabian Gutbrod im zweiten Durchgang auf die Platte. Aber die junge Garde konnte es nicht verhindern, dass die Gastgeber nun wesentlich besser ins Spiel kamen. Zwischen der 40. und 48. Minute legten die Slowenen eine 8:1-Serie hin, und der Vorsprung aus dem Hinspiel war auf fünf Tore geschmolzen (23:15). Die Fans von Gorenje witterten nun Morgenluft . Petkovic brachte wieder Haaß und der ordnete das Spiel. Frisch Auf wehrte wiederum mit einer 5:1-Serie (24:20/54.) die Slowenen ab, und sicherte sich da den Einzug ins Halbfinale. Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic war dann auch ganz zufrieden: "Wir haben eine Pflichtaufgabe erfüllt, denn schließlich hat niemand ernsthaft erwartet, dass wir 13 Tore verspielen." Dennoch war der Göppinger Trainer auch kritisch: "Man hat heute bei diesem Auswärtsspiel aber auch gesehen, was für Fehler manche meiner Spieler noch machen." Für die Grün-Weißen geht der Marathon gleich weiter, denn in der Bundesliga müssen die Schwaben heute in Magdeburg einen Europacupplatz verteidigen.