Frisch Auf! Göppingen - Heftige Kritik von Göppingens Trainer Petkovic - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
 

Heftige Kritik von Göppingens Trainer Petkovic

Die ehrwürdige Schweizersbildhalle in Schaffhausen war mit 1.500 Zuschauern ausverkauft. Über 300 Frisch-Auf-Fans waren aus Göppingen angereist und sorgten für prächtige Europapokalstimmung. Für die Gastgeber schon fast zu euphorisch, denn der Hallensprecher mahnte den Göppinger Anhang, nicht zu sehr zu hüpfen, denn man sei sich nicht sicher, ob dies die Tribüne auch aushalte. Zum Leidwesen der Schwaben hat aber der großartige Support nicht geholfen, denn der Bundesligist musste ob der mehr erzielten Auswärtstore der Kadetten das bittere Ausscheiden im EHF-Cup hinnehmen.

Und das durchaus zu recht, denn der deutsche Altmeister spielte beim Rückspiel in Schaffhausen in der ersten Halbzeit unterirdisch. Gerade mal acht Bälle fanden den Weg in das vom isländischen Nationalkeeper Björgvin Gustavsson gehütete Tor. Göppingen hatte große Probleme mit der offensiven Abwehr der Kadetten. Von den Halbpositionen kam so gut wie gar nichts. So fand Linkshänder Michael Thiede auch in Schaffhausen nicht den Weg aus seinem derzeitigen Tief.

Die Gastgeber machten hingegen von Anfang an den Eindruck, dass sie unbedingt gewillt waren, den Einzug ins Halbfinale zu schaffen.

Nach der Pause kamen die Gäste aus dem Schwabenland zunächst gut ins Spiel zurück. Drei Tore in Folge zum 13:11 ließ auf Seiten von Frisch Auf wieder Hoffnung aufkeimen. Jedoch konterten die Kadetten ebenso mit drei Treffern, und Göppingen lief wieder fünf Toren hinterher. Göppingens Torhüter Enid Tahirovic hielt nun wie der Teufel, auch zwei Strafwürfe machte er zunichte. Aber leider landeten die Abpraller immer wieder beim Gegner, die diese dann postwendend in Tore umwandelten. "Es war zum Haareraufen", ärgerte sich Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic, "da haben sich meine großgewachsenen Abwehrspieler einfach dämlich angestellt."

Vorne versuchte sich nun Pavel Horak auf Halbrechts. Der tschechische Nationalspieler konnte zum ersten mal seit Monaten nach seinem Kreuzbandriss wieder eingesetzt werden. Aber immer wieder wurde er regelwidrig gestoppt. Oft blieb dies durch das schwache Schiedsrichter-Duo aus der Slowakei und Tschechien ungeahndet. Was Velimir Petkovic mächtig auf die Palme brachte: "Wir hatten schon vorher keine große Hoffnung, als diese Schiedsrichter angesetzt wurden, aber nicht einmal Pavel Horak hatte den kleinsten Bonus bei seinen Landsleuten." Letzendlich haben sich die Schwaben die Niederlage aber auch selbst zuzuschreiben, denn auch im zweiten Durchgang wurden zu viele klare Torchancen ausgelassen.