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Krantz verdient sich Sonderlob seines Trainers

Der amtierende EHF-Cupsieger VfL Gummersbach steht erneut im Endspiel eines europäischen Wettbewerbs. Durch einen ungefährdeten 31:18 (16:12)-Sieg beim spanischen Ex-Champions-League-Gewinner Reyno de Navarra San Antonio zogen die Schützlinge von Trainer Sead Hasanefendic in das Cupfinale der Pokalsieger ein. Bereits das Hinspiel hatte der Altmeister 30:26 gewonnen.

Trotz dieses Polsters hatten sich die Oberberger sehr akribisch auf das Rückspiel in der Stierkämpfermetropole vorbereitet. Und sie ließen sich nicht "auf die Hörner" nehmen, obwohl die spanische Abwehr um den hünenhaften Kroaten Davor Dominikovic erneut nicht zimperlich zu Werke ging. Vielmehr waren die Gummersbacher von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und beeindruckten mit einer schnellen 2:0-Führung die Gastgeber sichtlich.

"Die Mannschaft wollte den Sieg und hat alle Vorgaben überragend umgesetzt", war Hasanefendic von seiner Mannschaft begeistert. Tatsächlich hatten die Gummersbacher vor 2000 Zuschauern im nicht ausverkauften Pabellon Universitario de Navarra auf alle Varianten und taktischen Schachzüge der Spanier die richtige Antwort parat. "Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben hochverdient gewonnen", freute sich auch VfL-Geschäftsführer Axel Geerken.

So geriet der VfL nie in Rückstand. Im Gegenteil, nach dem schnellen 2:0 baute der Bundesligist die Führung schon bis zur Pause auf 16:12 aus. Und auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gummersbacher nie einen Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen. Spätestens beim 22:16 war eine Vorentscheidung gefallen. In der Schlussphase drohte beim 28:22 den Spaniern ein Debakel. Die Gastgeber konnten in der Schlussphase noch Ergebniskosmetik betreiben.

Die Basis dieses Erfolges legte der VfL mit einer stabilen Abwehr und einem überragenden Torhüter Goran Stojanovic, der insgesamt 23 Paraden, davon vier gehaltene Siebenmeter, zu Buche stehen hatte. Im Angriff verdiente sich Geoffroy Krantz ein Sonderlob des Trainers. Der kleine Franzose, der ansonsten nicht gerade als Torjäger bekannt ist, war mit acht Treffern der erfolgreichste VfL-Werfer.