HSV Hamburg - Lockeres Schaulaufen - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
 

Lockeres Schaulaufen

Die Profis des HSV Hamburg hatten nach dem lockeren Sieg fast mehr Arbeit als während der Partie. Denn die Fans wollten Autogramme - und so unterschrieben die Akteure des Deutschen Meisters geduldig nahezu alles, was ihnen vorgelegt wurde. Gute 30 Minuten erfüllten sie die Wünsche der Fans - Imagewerbung im Süden der Republik. Von der TSG Friesenheim wurde der neue nationale Titelträger mit einem Präsentkorb (unter anderem drei erlesene Pfälzer Weine) vor dem Anpfiff beschenkt.

Doch Gastgeschenke verteilten die Hanseaten dann während der Partie keine. Das erste Spiel nach dem Titelgewinn und dem anschließenden viertägigen Feierurlaub auf Mallorca entpuppte sich nämlich schnell als ein lockeres Schaulaufen vor 2.300 Zuschauern in der ausverkauften Eberthalle gegen den designierten Absteiger. "Es war dennoch wichtig, dass wir gezeigt haben, dass wir da sind", sagte Pascal Hens. Er hatte einen geruhsamen Samstagabend. Die zweite Halbzeit wurde er geschont für das Champions-League-Final4 - wie auch Torwart Johannes Bitter, Stefan Schröder, Igor Vori und Krysztof Lijewski. Zu überlegen waren die Hamburger. Dabei mussten sie nicht einmal ihr volles Leistungsvermögen gegen tapfere Pfälzer abrufen. "Man hatte immer das Gefühl, dass sie noch eine Schippe drauflegen können", sagte Thomas König, Trainer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Das war letztendlich nicht notwendig. Denn der HSV hielt immer einen komfortablen Vorsprung.

Die Gastgeber kamen schwer ins Spiel. Nur ein Tor erzielten sie in den ersten zehn Minuten. Die Hamburger zauberten schon nach 15 Minuten. Bis auf Nationalspieler Michael Kraus trug sich jeder HSV-Spieler in die Torschützenliste ein. Stefan Schröder und Krysztof Lijewski waren mit jeweils fünf Toren die besten Hamburger Werfer. Die Generalprobe für das Champions-League-Final4 gelang dem HSV, doch ein echter Test war es nicht vor dem Knaller gegen Ciudad Real. Den Friesenheimern bleib immerhin ein kleiner Trost. Sie gewannen die zweite Halbzeit mit 16:15…