HBW Balingen-Weilstetten - Chalepos tolle Bilanz - Nach dem Trainerwechsel holt die HSG Wetzlar 17 Punkte - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
Chalepos tolle Bilanz

Nach dem Trainerwechsel holt die HSG Wetzlar 17 Punkte

Als Nikolai Weber fünf Minuten vor dem Ende einen Wurf des frei vor ihm auftauchenden Balinger Linksaußens Daniel Wessig parierte und im folgenden Angriff Daniel Valo zum 26:21 für Wetzlar traf, standen die Vorzeichen endgültig auf Sieg für die HSG. Zwar verkürzten die Gäste noch auf 22:26 (57.), ohne aber die Gastgeber, die am Ende mit 27:22 (14:12) die Nase vorn hatten, noch gefährden zu können. So behaupteten die Wetzlarer Tabellenplatz elf.

Unter ihrem neuen Trainer Gen nadij Chalepo hat die HSG nun 17:15-Punkte geholt, nachdem dessen Vorgänger Michael Roth nach 3:15-Zähler und Platz 15 Ende Oktober nach Melsungen gegangen war. Zur Männerturngemeinde wollte auch Weber wechseln, der bei den Nordhessen schon einen Vertrag unterschrieben hatte, bevor Melsungen aber umdisponierte, so dass der Kontrakt aufgelöst wurde. Seinen Wert für Wetzlar bewies die Identifikationsfigur vor 4.040 Zuschauern in der Rittal-Arena nachhaltig. Der 30-Jährige gewann dabei das Torwartduell mit 15 Paraden gegen die Balinger Keeper deutlich, wobei Gästecoach Rolf Brack gehofft hatte, dass der künftige HSG-Torwart Nikola Marinovic mehr als nur zwei Bälle halten würde. "Die Abwehr stand gut und der Torwart war auch gut", fasste Chalepo den unspektakulären Erfolg, bei dem die Gäste letztmals beim 5:4 (10.) führten, kurz und prägnant zusammen. Dabei hatte sein Team zwischenzeitlich bereits mit 18:12 (36.) geführt, "doch durch blöde Fehler konnten wir uns nicht richtig absetzen", ärgerte sich Chalepo, um sich gleichzeitig zu freuen, dass sich die Grün-Weißen mit 20 Punkten ein großes Polster auf Relegationsrang 16 und weitere "Luft" im Kampf gegen den Abstieg verschafft haben.

"Wir haben Balingen drei Stunden auf Video analysiert. Da war sogar ein Spiel vor zwei Jahren dabei, wo ich einige unserer Spieler erst einmal nicht mehr erkannt habe", sagte Weber und freute sich, dass sich die gewissenhafte Vorbereitung von Chalepo, der unter Brack seinen A- und B-Trainerschein machte, erneut ausgezahlt hatte. "Er ist ein akribischer Arbeiter. Es macht Riesenspaß unter Chalepo zu spielen", sagt Weber und ist glücklich darüber, dass er dies nach seinem geplatztem Wechsel nach Melsungen noch länger tun kann.