TBV Lemgo - Nur Kehrmann und Mocsai halten dagegen - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
 

Nur Kehrmann und Mocsai halten dagegen

Im Halbfinale des EHF-Pokals gibt es eine leichten Gegner. In dieser Auffassung sah sich der TBV Lemgo nach dem 25:30 im Hinspiel bei Naturhouse La Rioja in Logrono bestätigt. "Das ist eine harte Nuss. Logrono ist ein starker Gegner, doch wir müssen aus der Niederlage lernen", blickte TBV-Trainer Volker Mudrow bereits dem kommenden Sonntag entgegen, wenn in der Lipperlandhalle um 17 Uhr die "zweite Halbzeit" stattfindet.

Die 3.000 Zuschauer im Palacio de los Deportes unterstützten ihre Lieblinge jedenfalls vorbehaltlos über 60 Minuten, reklamierten ständig Zeitstrafen oder Freiwürfe. Doch die Lemgoer Abwehr ließ sich von der gestenreichen Beeinflussung nicht irritieren und bot trotz einiger Nachlässigkeiten beim Kampf gegen den langen spanischen Kreisläufer Romero eine gute Partie. Doch vorne gebrach es an der Verwertung der sich bietenden Torchancen. Allzu oft brachte der überragende Logrono-Keeper Gregor Lorger die Finger an den Ball. Das TBV-Gespann Lichtlein/Galia geriet dabei ein wenig ins Hintertreffen. Und anstatt selbst zur Halbzeit in Front zu liegen, mussten die Lipper ein 11:13 akzeptieren.

Eine sich schleichend verschlechternde lippische Defensive nutzten vor allem die wie aufgedreht wirkenden La-Rioja-Halben Tioumentsev und Lopez zu nervtötenden Gegentreffern. Wie im Rausch schraubten die Spanier das Ergebnis auf 22:18 und gar 29:24, obwohl Florian Kehrmann mit einer tadellosen Leistung und der später aufs Feld geschickte Tamas Mocsai wacker dagegenhielten.

Einen Aufreger mit Rudelbildung gab´s in der Schlusssekunde, als Kubes mit einem Spanier rangelte. Erst Minuten nach dem Schlusspfiff beruhigten sich die Gemüter.

Und wie sind die Ausichten, das Finale zu erreichen? Für Mudrow gehört dazu eine "überragende Abwehr" mit zwei besseren Torhütern. Kehrmann zum selben Thema: "Wenn wir unsere Gegenstöße besser verwertet hätten, dann hätten wie schon eine Chance in La Rioja auf einen Sieg gehabt. Machen wir in Lemgo weniger Fehler, dann könnte es in einem sicher engen Match klappen."

Und TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe, der die Kampfszenen in der Schlussphase keineswegs überbewerten wollte, sah es so: "La Rioja stellt viele gute Einzelspieler, die uns als Team das Leben schwer gemacht haben. Gut war, dass wir so viele Chancen hatten. Schlecht, dass wir sie nicht nutzen konnten."