Rhein-Neckar Löwen - Perfekte Voraussetzungen für das Viertelfinale - Handball - Handball-M EHF-Cup - Artikel - Handballwoche
 

Perfekte Voraussetzungen für das Viertelfinale

Die Heimreise aus der Region Kastilien konnten die Rhein-Neckar Löwen mit einem Lächeln im Gesicht antreten. Im Achtelfinal-Hinspiel gewannen die Badener am Samstag bei BM Pefaversa Valladolid mit 30:29 und haben jetzt eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag in Mannheim.

Insgesamt wirkten die Löwen kompakter sowie konzentrierter und hätten sogar noch deutlicher gewinnen können. "Hier in Valladolid ist es nicht einfach zu bestehen, aber wir haben kühlen Kopf bewahrt und bis kurz vor Schluss mit drei Toren geführt", resümierte Oliver Roggisch.

Der Abwehrchef der Löwen hatte seinen Anteil, dass die Truppe von Ola Lindgren in der hitzigen Atmosphäre in der Halle nach schwacher Anfangsphase am Ende doch triumphierte. Zunächst fanden die Löwen nicht ins Spiel und lagen mit 2:5 hinten, ehe Karol Bielecki immer besser in Schwung kam. Bis zur Pause traf der Halblinke bereits siebenmal, am Ende war der Pole mit neun Toren bester Angreifer der Begegnung. Bielecki traf zur ersten Führung 9:8 (17.) und war hauptverantwortlich für das Remis nach 30 Minuten. "Wir haben gegen ihn kein Mittel gefunden", ärgerte sich Thomas Svensson. Der 41 Jahre alte Torhüter-Veteran von Valladolid zeigte zwar eine gute Leistung, erhielt aber zu wenig Unterstützung seiner Abwehr, um die Badener in die Schranken weisen zu können.

In der zweiten Halbzeit agierte die 6:0-Abwehr der Spanier deutlich offensiver, um Bielecki aus dem Spiel zu nehmen. Die daraus resultierenden Lücken nutzten die Badener jedoch clever, um Bjarte Myrhol in Szene zu setzen. Der Kreisläufer war sehr agil und kam am Ende auf acht Treffer. Der Norweger war auch zum 21:18 erfolgreich - die erste Drei-Tore-Führung der Löwen (41.). Valladolid glich fünf Minuten später zwar noch einmal aus (22:22), doch die Badener hatten die besseren Antworten parat. Beim 28:25 war der Drei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt (54.). In der Schlussphase machten die Lindgren-Schützlinge jedoch ein paar Fehler zu viel, so dass die Spanier den Rückstand immerhin noch auf 29:30 verkürzen konnten.

"Nach etwas schwächeren ersten zehn Minuten haben wir unsere Linie gefunden und sowohl gut gegen eine 6:0- als auch offensive Abwehrformation des Gegners agiert", lobte Lindgren seine Cracks. Mit mehr als 10.000 Zuschauern in der SAP Arena im Rücken will der Löwen-Coach am Ostersonntag den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Die Voraussetzungen dazu sind nahezu perfekt.